Website und Blog von Dr. med. Alois Giger, Bischofszell

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2. November 2021 ("Allerseelen")

Sicher haben Sie davon gehört: Carmen Haag tritt als Regierungsrätin im Frühjahr 21 zurück. Wie viele Tränen der Politikerin nachgeweint werden, weiss ich nicht. Gemäss Insidern hat die Stettfurterin als Fachperson überzeugt. Vermutlich hat die bekannte Nicht-Impf-Strategie ihr mehr geschadet als genützt. Selber schuld, möchte man da hinter vorgehaltener Hand flüstern. Womit ich grosse Mühe habe, ist ihre Äusserung, sie werde sich eventuell von der Mittepartei als Nachfolgerin von Brigitte Häberli als Ständeratskandidatin aufstellen lassen. Glaubt die nach aussen selbstsichere Dame vielleicht, sie würde dann weniger angefeindet? Abwarten. Die Suppe wird nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wird.

23. Oktober 2021

So neu sind die News nicht.... Dennoch äussere ich mich kurz zur Problematik um die Fussball-Nati: sie hat auf dem Weg an die nächste WM ordentliche bis gute Auftritte gezeigt - ohne die Superstars Xhaka und Seferovic. Gut so. Wenn ein Spieler wie Captain Xhaka seine Solidarität gegenüber der Mannschaft  mit einer Nicht-Impfung gegen Corona manifestiert, ist über seinen Charakter wohl alles gesagt.

Die Schweiz wird den direkten Weg an die WM nicht schaffen. Dazu wäre voraussichtlich ein Sieg gegen die Italiener in Italien nötig. Wer glaubt denn noch an Wunder...

29. September 2021

Im Augenblick sind viele Augen auf den neuen Impfstoff von Johnson & Johnson gerichtet (Vektor-Impfstoff), welcher nach der Methode der bisherigen Impfungen hergestellt wurde und die mRNA-Impfstoff-Skeptiker überzeugen soll. Wie viele dieser Menschen sich neu nun impfen lassen, werden wir sehen. Zudem brauchen gesunde Geimpfte nach heutigem (Un-)Wissenstand keine 3. Impfung (=Booster-Impfung). Das klingt fast allzu schön, um wahr zu sein....

26. September 2021

Bischofszell hat als eine der wenigen Gemeinden im Kanton die Ehe für alle mit 50.9% zu 49.1% Stimmen abgelehnt. Es ist Sache der Politologen und Politiker, dieses Resultat zu beurteilen und zu kommentieren...

25.9.21

Wer wüsste dieses nicht: der 25. September ist der Gedenktag unseres Nationalheiligen Bruder Klaus...Ich bin sicher, dass nur wenige Menschen aus unserem Land an den grossen Vermittler denken. Wir haben uns doch mit Nützlicherem zu beschäftigen - oder?

Eine grosse Gruppe der Haldener Einwohner wünscht sich per sofort eine neue Strassenverbindung - ohne Rücksicht auf Verluste und ohne zu wissen, wer für die Kosten aufzukommen hätte. Soll dieses Werk die nächsten 5 Jahre, vielleicht die nächsten 10 oder gar die nächsten 50 Jahre überdauern? Es gibt ja bekanntlich eine kleine Gilde von selbsternannten Brückenbauern, welche die Arbeit angeblich bald beginnen wollen. Jede Gemeinde darf stolz auf solche selbstlosen Bewohner sein, welchen es immer nur um das Wohl der anderen geht. Vaterland, kannst ruhig sein. Es gibt sie noch, die echten Tellensöhne und wohl auch Tellentöchter...Ein Schurke, wer dabei Böses denkt.

Ich hätte noch einen kleinen Tipp für die strammen Männer und Frauen, welche das Werk selber an die Hand nehmen möchten: verfassen Sie doch einen Bettelbrief, begleitet von einem Rundschreiben, mit welchem freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht werden. Die Grossmütigkeit und das Wohlwollen der andersdenkenden Personen wird Sie in jedem Fall überraschen.

Etwas ernsthafter ist mir zumute, wenn ich aus der Distanz erlebe, wie sich der Stadtammann mit Mitmenschen herumschlagen muss, welche ihm Verzögerunspolitik, Untätigkeit und Unwissen vorwerfen. Da kann ich nur sagen: zum Ko...


4. September 2021

Granit Xhaka ist ein egomaner Dummkopf, der von Solidarität keine Ahnung hat. Er hat der Schweizer Nati einen Bärendienst erwiesen. Wäre ich der Verantwortliche, würde ich den überschätzten und selbstherrlichen Tschütteler für immer aus der Nati verbannen. Doch dazu fehlt den hasenherzigen Verantwortlichen der Mut. Ich erspare mir mehr Worte und verzichte künftig darauf, diesen Namen zu erwähnen.

29. August 2021

Das Corona-Virus lässt uns nicht los. Est stellt sich daher vor allem die Frage, welche Massnahme den besten Schutz bietet. Und da sind sich Fachleute und Laien nicht einig. Einzig die Corona-Leugner und Corona- Skeptiker wissen, wie vorzugehen ist. Sie haben die Wahrheit für sich gemietet und alles, was andere predigen, ist von vorneherein falsch. Schön wenn man so von sich und seinen Ideen überzeugt ist. Nur Eines geht diesen Supergescheiten ab: die Logik. Wenn jemand behauptet, sein Körper würde schon mit dem Virus fertig, dürfte dieser auch bei anderen Erkrankungen keine Hilfe von anderen in Anspruch nehmen. Denn, deren Körper weiss ja, was zu tun ist. Grossartig. Wenn ich zu dieser erlesenen Gruppe gehören würde, dürfte ich zm Beispiel bei einem akuten Herzinfarkt oder bei einer schweren Lungenentzündung keine Hilfe von Ärzten oder Spitälern in Anspruch nehmen, weil mein Körper ja weiss, was zu tun ist... Kommentar? Lieber nicht.

Da lobe ich mir fast jene Bauersfrau aus dem Berner Oberland, welche ein griffiges und überzeugendes Argument ins Fernseh-Mikrofon pustet: die Impfung gegen das Corona-Virus macht meine Immunabwehr kaputt! Grossartig. Und woher hat diese gebildete Dame ihr unumstössliches Wissen? Wenn ich das wüsste.

Niemand weiss so recht, wie es weiter gehen soll. Alle bisherigen Massnahmen fahren lassen? Impfzwang? Zugang zu einer Veranstaltung nur mit einem Impfbeleg? Der Vorschläge gäbe es noch viele. Nur: welche taugen und welche nicht? Warten wir ab, was uns die Zeit noch bringt und vor allem: bleiben wir "cool".

16.8.20

Aber, aber Frau Haag......

Endlich wissen wir, welches Regierungsmitglied sich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt. Endlich hat sich Carmen Haag zu ihrem eher blamablen Verhalten geäussert. Und ein ganz tüchtiger Journalist lobt die Vertreterin der Mitte-Partei wegen ihres Outings noch für ihr mutiges Verhalten.... Mir kommen da fast die Tränen.

Schlimmer als die Dummheit, welche die Dame begangen hat, finde ich die Begründung, ihr Körper würde mit der Infektion schon fertig werden.... Da begegnen sich Fehleinschätzung und Unwissen in einer besonderen Allianz: dass das Virus der bärenstarken und infektimmunen Politikerin nichts anhaben kann, wäre ja möglich. Was aber, wenn die Nicht-Patientin vom Virus befallen wird, ohne dass Symptome auftreten? Ich gehe davon aus, dass Frau Haag miserabel informiert ist - eine Todsünde für eine Politikerin. Denn, jedes Schulkind weiss mittlerweile, dass Virusbefallene ohne Krankheitszeichen durchaus in der Lage sind, das Virus zu verbreiten und jemand anzustecken, der vielleicht zu Tode kommt! Nichtwissen oder purer Egoimus? Vielleicht Angst vor der Spritze? Alles zusammen? Ich weiss es nicht.

Da kommt mir die Strophe eines Studentenliedes in den Sinn: "O heiliger Sankt Florian, bewahre unsere Häuser, zünd lieber andere an....". Daher der Begriff "Florianspolitik".

Etwas hat sich durch dieses traurige Verhalten bei mir geklärt: ich weiss schon heute, welcher Name bei der nächsten Wahl nicht auf meinem Zettel steht.


OLYMPIA 2020

8.8.2021




TOKYO 2020

Die Olympischen Spiele gehören der Vergangenheit an. Leid und Freud teilen sich. Ich erlaube mir, meine eigene Bilanz der eidgenössischen Leistugen aus meiner ganz persönlichen Sichtweise zu bewerten:

Zuoberst stehen oder fahren die Mountainbikerinnen, die uns alle mit ihrem grossartigen Rennen überrascht haben. Die Männer haben etwa das gebracht, was man nüchtern erwarten durfte. Ihnen gebührt auch ein grosses Lob.

Im gleichen Atemzug muss Marlen Reusser erwähnt werden, welche im Zeitfahren der Damen die Silbermedaille "erfahren" hat.

Belinda Bencic war die erfolgeichste Schweizer Sportlerin an der Olympiade Tokyo 2020 mit Gold in der Tennis-Einzelwertung und Silber zusammen mit Viktorija Golubic im Doppel. Wer hätte auf die unbeständige Ostschweizerin auch nur einen Heller gewettet? Ich sicher nicht...

Grossartig, was unsere beiden Bronze-Schwimmer gezeigt haben: Jérémy Desplanches über 200 m Lagen und Noè Ponti über 50 m Butterfly. Für mich sind diese Auszeichnungen von besonderem Wert, handelt es sich beim Schwimmen doch um Disziplinen mit riesigem Trainingsaufwand. Bravo.

Was unsere Sprinterinnen gezeigt haben, war schlicht Weltklasse. Und hätte der letzte Wechsel von Kambundji zu Kora besser geklappt, wäre die Bronzemedaille wohl zu ergattern gewesen. Dennoch: prima.

In den technischen Disziplinen waren die Darbietungen unserer Damen bescheiden - sieht man von unserer Juniorenstabspringerin aus Homburg ab, welche die Anfangshöhe übersrpungen hat. Sehr gut.

Bei den Männern stehen die beiden schwer verständlichen Dopingvergehen im Vordergrund. Und das mit den hormonträchtigen Filets darf man ruhig vergessen.
Unsere vermeintlichen Langstreckenasse haben - nicht zum ersten Mal - versagt.

Bei Julien Wanders, dem Trainingsweltmeister aus der Westschweiz und Kenya, habe ich nicht mehr erwartet, hat er doch seine besten Resultate auf der Strasse erzielt. Wenn man am wichtigsten Wettkampf 100 Sekunden hinter dem eigenen Schweizer Rekord über 10'000 m bleibt und gar überrundet wird, sagt das alles. Training und Wettkampf sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Beim Marathonläufer Abraham war der Lauf nach zwei Dritteln vorbei. Viele andere haben sich bis ins Ziel durchgekämpft. Der Mann aus Eritrea ist durchgefallen...

Die übrigen Leichtathleten haben etwa jene Leistungen gebracht, die man erwarten durfte: kein einziger Exploit.

Gehörig geschlagen wurden unsere hochdotieren Concoursreiter: sie haben schlicht und einfach im Einzelwettbewerb und im Nationenpreis so klar versagt, dass man am Schluss glücklich war, dass keiner vom Pferd gestürzt ist. Peinlich, peinlich. Dabei sind sie mit den Weltnummern 2 und 3 angetreten. Ich kann mich an keinen Wettkampf in den letzten 2 Jahrzehnten erinnern, in welchem sie so schlecht platziert waren...Da nützt wohl psychologische Hilfe wenig; sei es für den Reiter oder für das Pferd...

Gleich schlecht wie die Reiter waren nur noch die Fechter. Sie sind einzeln und mannschaftlich jämmerlich gescheitert. Ob hier ein Psychologe weiter helfen kann? Ich bezweifle es. Fazit: gute Besserung!

Bei den Mannschaftssportarten ist die Schweiz ganz schwach vetreten: Fussball, Handball, Volleyball, Basketball fanden ohne Schweizer Teams statt. Von Ferne sei herzlich gegrüsset. Die Beachvolleyballerinnen haben die Ehre mit der bronzenen Auszeichnung halbwegs gerettet.

Und da wärend noch die Randsportarten, in welchen einzelne Athletinnen zugeschlagen haben. Ich erwähne nur die Schützin, Nina Christen, mit Gold und Bronze. Unsere Thurgauer Vertreterin, bei den letzten Spielen immerhin mit Bronze geschmückt, reihte sich in den Rängen 20 bis 30 ein. Ein bisschen wenig.

Pech hatte sicherlich unser Thurgauer Radrennfaherer, Stefan Küng: ganze 4 Zehntelssekunden fehlten ihm zu Bronze im Zeitfahren; dennoch, eine grossartige Leistung des Veloprofis, der schlechtes Wetter bevorzugt und in der grossen Hitze nicht aufgegeben hat. Es gibt eben Sportler und Sportler. Bravo.

Übrigens: An den olympischen Spielen in Athen 2004 wurde Marcel Fischer aus Brügg bei Biel Olympiasieger im Degenfechten. Schon Jahre lebt er mit Frau und Kind im Kanton Thurgau, wo er als Orthopäde arbeitet. Wegen eines Krebsleidens musste er behandelt werden. Meines Wissens geht es ihm gut.

13. Juli 2021

Mir ist es mehr als recht, dass mein Tip mit England als Europameister falsch war. Ich mag den Titel den Italienern von Herzen gönnen - nicht nur wegen der schmissigen Nationalhymne. Gewiss: ein wenig Glück war auch dabei. Welche Mannschaft indes wurde nie von Göttin Fortuna unterstützt? Ich denke an die Begegnung England gegen Deutschland, als Müller beim Stande von 1 : 0 für die Briten die Grosschance zum Ausgleich vergab. Zudem herrschte englisches Regenwetter und die Finalverlierer genossen in allen Partien Heimvorteil - ein Unding sondergleichen.

Grossartig haben sich die Schweizer Leichtathleten an den U-23-Europameisterschaften geschlagen. So gewann unser grosses Talent für den 10-Kampf, Simon Ehammer, Gold im Weitsprung mit einer Weite von 8.10 m. Zudem holten unsere Sprinter und Mittelstreckler Gold über 200 und 400 m. Nicht zu vergessen unsere Yasmin Giger, welche über 400 m Hürden in persönlicher Bestzeit zur Broncemedaille sprintete. Super.

11. Juli 2021

Traurig, traurig.....

In den letzten Tagen wurden mir mehrere LGB-Eisenbahnwagen entwendet. Sie waren auf der Anlage an einer Stelle deponiert, welche von aussen nicht oder kaum eingesehen werden kann. Die oder der Täter ist entweder durch eines unserer Gartentore eingedrungen oder hat den Weg über das Kiffer-Eldorado im Schulpark genommen. Von dort ist es ein Leichtes, in unseren Besitz vorzudringen. Leider ist es nicht das erste Mal, dass wir von Dieben heimgesucht werden. Das halbe Dutzend ist nun voll. Für einmal ist der materielle Schaden verkraftbar; mehr zu denken gibt mir die Unverfrorenheit der Schelme. Die Konsequenz: ich werde eine Überwachungs-
Kamera so installieren lassen, dass sie von aussen nicht zu erkennen ist. Vielleicht gelingt es mir dann, den nächsten Räuber zu identifizieren. Ob ich einen Verdacht habe?
Ich gehe davon aus, dass der Gauner in der "Szene" zu suchen und finden ist.

Wie Sie alle wissen, geht heute die Fussball-EM zu Ende. Für mich ist klar, dass (leider) England gewinnen wird, obwohl die Insulaner vom wohl schlechtesten und primitivsten Publikum unterstützt werden. Während der Landeshymne eines anderen Landes zu lärmen, gröhlen und pfeifen ist ein Armutszeugnis aus der untersten Schublade. Forza Italia! - PS: auch die Schotten wünschen mehrheitlich, dass Italien gewinnen möge, was über das gestörte Verhältnis zum Vereinigten (?) Königreich einiges aussagt. Heute Abend wissen wir mehr.



Zur Fussball-Europameisterschaft

29. Juni 2021

Was habe ich über die Fussball-Nati nicht gelästert! Keinen guten Faden habe ich an ihr und dem Trainer gelassen. Und dann dieses epochale Ergebnis gegen die Franzosen. Natürlich löffle und schäme ich mich. Ich kann zwar keine der lapidaren Formulierungen zurücknehmen. Aber ich kann mich dafür entschuldigen. Sorry.

Die Schweiz hat mit einer 3 gegen die Italiener begonnen und sich dann auf eine 4 im Spiel gegen Wales gesteigert. Gegen die Türkei durfte man eine wohlwollende 5 erteilen. Und gegen Frankreich? 6 plus! Nach dem verschossenen Penalty durch Rodriguez - ihn schiessen zu lassen nach seinen insgesamt 3 nicht verwandelten Elfmetern in der Nationalmannschaft, war mit Sicherheit ein taktischer Fehler -, hätte ich keinen Pfifferling mehr auf unsere Elf gewettet. Und als es 3:1 für die Franzosen stand, bin ich vom TV-Gerät weggegangen. Und was sich nachher für ein Wunder abgespielt hat, habe ich erst etwas später in der Nacht erfahren - kurz vor dem Hupkonzert. Gottlob gibt es Aufzeichnungen und Wiederholungen. So habe ich die Aufholjagd etwas später zu sehen bekommen. Ein grosses Bravo an alle Beteiligten.






21. Juni 2021

Falsch, falsch, falsch. Mindestens 3 x falsch waren und sind meine Prognosen, was die Schweizer Fussballer betrifft. Zum Einen haben sie - entgegen meiner Ansicht - 4 anstelle der prophezeiten 0 Punkte geerntet; zum Zweiten kommen sie vermutlich eine Runde weiter und kehren nicht schon nach den Gruppenspielen nach Hause zurück; zm Dritten hat der Trainer dank seiner Sturheit richtig gehandelt und die am meisten kritisierten Spieler - Seferovic und Shaqiri - spielen lassen. Der Erfolg gibt dem Trainer und den Spielern recht und stopft den Kritikern, zu denen ich gehöre, das Maul. Gut so. Vielleicht wird das Team Europameister, wie weiland Dänemark und Griechenland. Wäre doch mal etwas anderes...

18. Juni 2021

Jeder Senior und fast jedes Kind weiss, dass in diesen Zeiten die Fussball-EM in verschiedenen Städten über den Rasen rollt oder schleicht. Da gibt es hervorragende Begegnungen von starken Teams zu bewundern, gute Spiele zu beklatschen und dann noch solche - fast als Strafaufgabe - mit Schweizer Beteiligung. Viele Fans haben von dieser höchstens durchschnittlichen Mannschaft zu viel, viel zu viel erwartet. Dafür machen sich die selbsternannten Halbgötter neben dem Rasen unliebsam bemerkbar. Die Sache mit dem Coiffeur ist so peinlich, dass sie nicht wiederholt werden muss. Immerhin: ich habe irgendwo gelesen, die Schweizer Spieler hätten sich korrekt an die Covid-Regeln gehalten: keinen Körperkontakt, Abstand halten und kein freies Singen! Ein Lob dem Erfinder dieser träfen Charakterisierung.

Viele unserer hochbezahlten Spieler huldigen dem Grössenwahn und vergessen die Bescheidenheit. Sie zeigen abstossenden Hochmut und kennen nicht die Spur von Demut. Sie schwelgen in Selbstüberschätzung bis zum totalen Absturz. Für mich sind diese "Sportler" miserable Vorbilder für die jungen Tschütteler. Und vom Trainer habe ich nie viel gehalten. Allerdings muss ich zu seinem Schutz anführen, dass nicht einmal der weltbeste Trainer mit diesem Personal an einem wichtigen Turnier Erfolg hätte.

Bisher habe ich für mich und andere schon viele Prognosen abgegeben. Die meisten waren falsch. Einmal habe ich richtig getippt: das 0:3 gegen Italien. Ich wage mich noch einmal auf die Äste hinaus: vor einiger Zeit hatte ich jenen wenigen, die es hören wollten, prophezeit, die Schweiz würde ohne einen einzigen Punkt von der EM nach Hause zurückkehren. Weit gefehlt: die Profis haben bereits ein Pünktlein erobert. Grossartig, auch wenn es dabei bleiben wird. Dass mit meiner realistisch-pessimistischen Einschätzung nur wenige einverstanden sind, nehme ich in Kauf. Und wenn ich von Journalisten und anderen Fachleuten konstant die Bemerkung höre, der Trainer hätte diese Mannschaft weiter gebracht, stockt mir fast der Atem. Ich habe nur ein Kopfschütteln für diese dümmliche Bemerkung übrig.

Warum ist unser Team nicht besser? Ganz einfach: wir haben keinen einzigen Spieler, der zur europäischen Spitzenklasse gehört. Von Weltklasse ganz zu schweigen. In den Spitzenteams aus Belgien, Holland, Frankreich, Italien, Portugal, England und ev. Deutschland, spielt mindesten eine Handvoll Topfussballer, die in ihren grossen Clubs zudem Führungsrollen innehaben. Davon sind wir mehr als nur meilenweit entfernt. Zeugnis davon legen auch die nur noch bescheidenen Marktwerte unserer vermeintlichen Superstars mit kosovarischen Wurzeln ab. Was den Fussballfreunden zu denken geben muss: wir haben keine jungen Supertalente, welche das Niveau der Nati dereinst heben könnten. Weit und breit kein Morgenrot am Horizont. Warum nur? Ich habe keine Ahnung. Vermutlich wird im Ausland besser gearbeitet - auf jeder Stufe.






8. Juni 2021

Möchten Sie vielleicht einmal Chef oder Chefin des Städtchens Bischofszell werden? Natürlich sitzt der aktuelle Stadtpräsident fest im Sattel und denkt vermutlich noch lange nicht ans Aufhören. Meiner unbedeutenden Meinung nach rate ich Ihnen, die Finger von diesem Amt zu lassen. Denn, was ein Dirigent unserer Gemeinde schlucken muss, ist alles andere als schmackhaft. Jeder und jede der Gemeinde fühlt sich berechtigt zu kritisieren und zu reklamieren. Und ein Präsident kann weder Lob noch Kritik seiner Schäfchen einfach überhören oder nicht ernst nehmen. Natürlich hatte ich als Arzt auch Kunden und Patienten, die mit mir nicht zufrieden waren. Ich hatte aber die Möglichkeit, ständige Stänkerer und Besserwisser abzuweisen oder vor die Tür zu stellen. Als Arzt ist man nur dann verpflichtet einzugreifen, wenn Lebensgefahr droht. Dem Gemeindeammann steht dieses Schlupfloch wahrscheinlich nicht offen. Er hat sich mit den unliebsamen Bürgerinnen und Bürgern herum zu schlagen. Dass er sich nicht alles gefallen lassen muss, wissen wohl alle. Dennoch: wer kennt die permanenten Störefriede, die unbelehrbaren Besserwisser und die boshaften Kritiker nicht? Wer kann gegen diese Nestbeschmutzer etwas unternehmen? In schwierigen Situationen steht der Stadtpräsident mutterseelenallein da. Und keiner eilt ihm zuhilfe. Nicht für viel, viel Geld würde ich dieses Amt, welches kaum Lorbeeren einbringt, übernehmen. So gesehen, gebührt dem Amtsinhaber Lob und Dank.

20.5.21

Schön, dass der FC St. Gallen - entgegen meiner Prognose - nicht abgestiegen ist. Nicht, dass ich ein grosser Fan des FCSG wäre; vielmehr bin ich der Ansicht, dass die Ostschweiz einen Club in der obersten Liga braucht. Schon wegen des Nachwuchses.

Haben Sie die Vorlage zur neuen Gememeindeordnung gelesen? Ein hartes Stück Arbeit. Kommt dazu, dass nicht alle Ausführungen auf Anhieb verständlich sind. Kommt Zeit, kommt Rat. Den fleissigen "Chrampfern" - Frauen und Männer - im Hintergrund gebührt ein ganz, ganz grosses Dankeschön. Grossartig, dass sich so viele selbstlose Menschen für andere einsetzen; viele gar um Gottes Lohn. Merci.
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