Sport - Website und Blog von Dr. med. Alois Giger, Bischofszell

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18. November 2020

Die UEFA wird entscheiden, wie das ausgefallene Spiel Schweiz - Ukranie gewertet wird. Man darf gespannt sein. Fest steht, dass die Schweizer Nationalelf im Jahre 2020 kein einziges Spiel gewonnen hat. Eine grossartige Bilanz. Als man im letzten Jahr einige Siege erzielen konnte, waren jene Fans und Fachleute, welche auf die Schwäche der besiegten Gegener hingewiesen hatten, in der Minderheit. Vermutlich sind es die gleichen Spezialisten, welche nun betonen, dass man es in diesem Jahr ausschliesslich mit Weltklassegegnern zu tun gehabt hätte....Von wegen. Lassen wir das.

Wenn ich mich rechte erinnere, habe ich noch nie eine so schwache deutsche Elf gesehen, wie gestern bei der 0:6 Niederlagen gegen Spanien. Wäre die Chancenauswertung der Spanier nur ein bisschen besser gewesen, wären die Deutschen mit einem "Stängeli" bedient worden. Auf den Trainer Jogi Löw kommen schwere Zeiten zu. Falls er Trainer bleibt, wird er über seinen eigenen Schatten springen müssen und zumindest die Herren Müller, Boateng und Hummels zurück ins Boot holen. Wenn das nur gut geht. Falls der deutsche Fussball-Lehrer zurücktritt oder vom Verband beurlaubt wird, könnte er vielleicht beim Schweizerischen Fussballverband nachfragen, ob vielleicht die Stelle unseres aktuellen Nationaltrainers frei würde...



15. November 2020

Die Schweiz hat sich mit viel Glück gegen ein überlegenes Spanien einen Punkt erkämpft. Sommer, in der Bild-Zeitung bös abqualifiziert, sei Dank. Damit ist noch gar nichts gewonnen. Die Ukraine hatte zuhause immerhin die Spanier geschlagen. Und gegen die Deutschen waren die Osteuropäer nicht so unterlegen, wie es das Resultat (1:3-Niederlage) erahnen liesse: 3 Mal haben die ukrainischen Fussballer Pfosten oder Latte getroffen... Das nennt man Pech. Und wenn man bedenkt, wie schwach einzelne Stammspieler der Schweizer Nati spielten, ahne ich nichts Gutes. Es wäre ja möglich, dass der Trainer Einsicht zeigt, und den einen oder anderen seiner Lieblingsspieler ersetzt. Man darf gespannt sein. Und wenn es die Schweiz doch schaffen sollte, enthalte ich mich mindestens 2 Wochen einesFussballkommentares, was vielleicht nicht von allen Lesern bedauert würde....

12. November 2020

Dass die Schweiz gegen Belgien B verloren hat, gehört eigentlich zum "courant normal": die Schweiz wird mit jedem Spiel schwächer. Und in diesem Jahr hat die Nationalelf unter dem Wundertrainer Petkovic noch kein Spiel gewonnen. Man kann nun einwenden, dass das schwache Team ohne den grossartigen Lehrer alle Spiele verloren hätte..... Gut möglich. Nur: wenn ein Trainer glaubt, ein Spieler, der bei seinem Club auf dem Bänkli sitzt oder nicht einmal zum Aufgebot gehört, würde in der Nati brillieren, gibt er sich einer unverzeihlichen Fehleinschätzung hin. Was dieses Team in der 2. Halbzeit gegen Belgien B "verbrochen" hat, spottet jeder Beschreibung.
Ein kleines Detail: haben Sie nachgezählt, wie viele Ballberührungen unser Wunderstürmer Seferovic sich nach seiner Einwechslung gutschreiben konnte? Die Finger einer Hand reichen locker. Und die Philosophie des Trainers, Seferovic arbeite nach hinten viel, hat sich für einmal bewahrheitet - oder etwa nicht? Wenn Sie als Teamverantwortlicher unbedingt einen Sieg einfahren wollen, wechseln sie dann einen Stürmer ein, der "nach hinten gut arbeitet"? (Originalzitat des Trainers).

Ich leugne es nicht: seit Jahr und Tag behaupte ich, unsere Elf würde von Fans und Fachleuten masslos überschätzt. Ich hatte lange unrecht, weil wir immer gegen schwache Gegner gespielt und Punkte geholt hatten. Nun, da der Abstieg aus der obersten Liga der Nationenchampions droht, hat die Mannschaft die Möglichkeit, mich mit 2 Siegen gegen Spanien und die Ukraine Lügen zu strafen. Schön wäre es. Wer glaubt noch daran?



26. Oktober 2020

Der Giro d'Italia 2020 gehört der Vergangenheit an. Er hat keine grossen Wellen geworfen, da nur wenige der grossen Stars an den Start gegangen waren. Dazu passt, dass mit dem Schotten Hart ein Fahrer gewonnen hat, der auch von den Experten nicht an der Spitze erwartet worden war. Seit ein paar Tagen rollt zudem die "Vuelta", die Spanien-Rundfahrt. Auch diese letzte grosse Tour des Jahres vermag die Radsportfreunde nicht aus der Reserve zu locken. Ganz anders als zu den "epo-chalen" Zeiten eines Rominger, Zülle oder Dufaux, welche einmal geschlossen vom Siegertreppchen herab gelächelt hatten....

Nun hat es auch den FC SG erwischt. Nicht ganz unerwartet. Wer keine Tore schiesst, muss damit rechnen, dass der Gegner das eine oder andere Mal trifft. Halb so schlimm. Wenn ein Club im Vergleich zum Vorjahr so viel Substanz verloren hat und dennoch - zumindest bisher - an der Spitze der nationalen Meisterschaft mitmischen kann, sagt das genug über das immer schwächer werdende Niveau unserer Clubs aus. Ich habe darüber an anderer Stelle geschrieben.

Zu den grossen Verlierern im internationalen Sport gehört der Töffrennfahrer Tom Lüthi. Nachdem er im letzten Jahr in der höchsten Kategorie der Motorradartisten kein einziges WM-Pünktchen geholt hatte, wollte er in diesem Jahr eine Klasse tiefer Weltmeister werden. Von wegen. Bisher hat es ihm noch nicht einmal aufs Podest gereicht und die Saison ist bald zu Ende. Was nun? Noch eine Klasse tiefer absteigen? Geht fast nicht. Aufhören? Keine Ahnung. Ob es nur an den Maschinen liegt, wage ich zu bezweifeln.

21. Oktober 2020

Falsch geraten: ich ziehe nicht wieder über unsere Nati her..... Meine Meinung ist bekannt. Ob sie richtig ist, steht auf einem anderen Blatt.

Gemäss der UEFA-Länderliste - UEFA ist die Kurzbezeichung für die europäische Fussball-Union - steht die Schweiz in der Rangliste der besten Fussballclubs auf Rang 17. Hinter der Schweiz sind nur noch Griechenland, Serbien und Kroatien zu finden. Länder wie Österreich oder Tschechien haben uns deutlich abgehängt. Die Spitze dieser Klassierung zieren Spanien, England, Deutschland und Italien. Vermutlich wird die Schweiz künftig gegen Clubs aus Lichtenstein, San Marino oder die Fussballmannschaft der Schweizer Garde spielen.

Die Gründe für diese Fehlentwicklung sind vielfältig und nur den profunden Kennern des internationalen Fussballs bekannt. Dass zur Zeit mehr österreichische als schweizerische Fussballer im Ausland - namentlich in der Bundesligsa - spielen, ist so neu nicht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir international überhaupt nicht mehr präsent sind. Und wenn schon: es gibt wichtigere Dinge im Leben als den Fussball. Richtig??

Wie lange noch? Wie lange noch bleibt Lucien Favre Trainer bei Borussia Dortmund? Nach der sehr, sehr bescheidenen Leistung gegen Lazio Rom sind die Tage des Romand wohl gezählt. Ganz offensichtlich kommt er bei den Spielern nicht (mehr) an wie weiland Niko Kovac bei den Bayern aus München. Persönlich rechne ich mit einer Entlassung noch in diesem Monat. Nur: meine Meinung zählt nicht. Und in Stein gemeisselt ist sie auch nicht.


15. Oktober 2020

Die Schweiz hat gegen Deutschland ein Unentschieden erzielt. Nicht schlecht, wenn man nur die Reputation beider Mannschaften zu Rate zieht. Denn: nach wie vor ist unsere Elf für den Nachbarn aus dem grossen Kanton ein eher kleiner Wicht. Stimmt so. Nur muss man sofort anfügen, dass die deutsche Elf schon viel bessere Tage gesehen hat. Und vielleicht sind die Tage des zunehmend arroganter wirkenden Teamchhefs, Jogi Löw, gezählt. Das gleiche Schicksal dürfte unserem Trainer blühen, wenn er denn - was zu erwarten ist - mit der Schweiz aus der stärksten Gruppe der Nations League absteigt.

Über das kurzweilige Spiel auf nicht allzu hohem Niveau wurde viel, sehr viel geschrieben. Dass beide Verteidigungen bös gesündigt haben, hat jeder Fan mitbekommen. Ich verzichte darauf, den schlechtesten Spieler auf dem Feld mit Tadel einzudecken. Er muss ohnehin unten durch und darf das nächste Spiel wegen der roten Karte als Zuschauer geniessen. Wen ich auch ersetzen würde, ist der Torhüter, der seit Jahren gesetzt ist, viele sehr gute Spiele gezeigt hat und nun zunehmend schwächelt. Ob ihm die Verteidiger noch vertrauen??

Wie ich an anderer Stelle schon festgehalten habe, gehört die Schweiz nicht mehr oder nicht zu den 12 Topnationen. Spielt auch keine Rolle. Einen guten Match kann man auch zeigen, wenn man nur auf Platz 16 der Europaliste zu finden  ist...



13. Oktober 2020

Kennen Sie vielleicht Malin Altherr? Nein? Dann gehören Sie zu jenen Sportfreunden, welche - wie ich - nicht alles wissen. Die 17-jährige Handballerin aus Muolen spielt beim SC Brühl und gehört mittlerweile zu den besten Handballerinnen der Schweiz. Die grossartige Sportlerin, die ganz in der Nähe aufgewachsen ist, spielt bereits für die Schweizer Nationalmannschaft. Es ist davon auszgehen, dass die Ballkünstlerin früher oder später in der Bundesliga aufspielen wird. Vielleicht tritt sie in die Fussstapfen unseres grössten Handballers aller Zeiten, Andy Schmid.






11. Oktober 2020

Die Schweizer Fussballer sind nicht zu beneiden. Zwar verdienen sie alle sehr gut. Aber damit hat es sich. Die Leistungen auf dem Rasen werden von Spiel zu Spiel schlechter. Und ich wäre nicht überrascht, wenn auch das Heimspiel gegen die Ukraine verloren ginge. Und wenn auch.. Xhaka muss um seinen Platz bei Arsenal fürchten; Shaqiri ist bei Liverpool der bestbezahlte, nicht brauchbare Profi; viele andere Nati-Spieler sitzen bei ihren Clubs vor allem in Deutschland auf dem "Bänkli" und Torhüter Sommer hatte auch schon bessere Zeiten. Was nun? Auf die nächste Generation und wohl auch auf den nächsten Trainer warten. Denn Herr Petkovic hat ausgedient. In Anbetracht der anderen Probleme in dieser Welt, verkommt der Fussball zur Nebensache.

Der 8-fache Mountainbike-Weltmeister, Nico Schurter, musste gestern bei seiner gescheiterten Titelverteidigung hartes Brot essen. Obwohl bekannt ist, dass er Nässe und Schlamm nicht liebt, hätte man doch einen Rang unter den ersten 6 erwarten dürfen. Weit gefehlt. Dafür hat Mathias Flückiger mit seinem feinen zweiten Rang überrascht. Schon im Vorjahr hatte der Biker an der WM den 2. Platz belegt. Bravo.



Dass sich im Junioren-Finale (unter 18) des Grand-slam-Turnieres in Paris zwei Schweizer gegenüberstehen würden, war eher nicht vorauszusehen. Schweizer Siege gab es bei den Damen und Herren schon früher. Die einen setzten sich später auch bei der Elite durch; andere verschwanden von den Courts wie sie gekommen waren.

Im Moment fährt ein Teil der Radpfofis den verspäteten Giro d'Italia. Er wirft auch bei den Radsportfreunden keine allzu hohen Wellen. Vor allem, weil viele der besten Cracks gar nicht am Start sind. Zudem scheint der Stellenwert des Giro Jahr für Jahr an Prestige zu verlieren. Die Tour de France überstrahlt alle und alles.


4. Oktober 2020

Die Schweiz hat mit Marc Hirschi nach langen Jahren wieder einmal einen Radrennfahrer von internationalem Format. Das hat der 22-jährige Berner in den letzten 2 Monaten mit grossartigen Erfolgen an der Tour der France und an den klassischen Eintagesrennen bewiesen. Hoffentlich bleibt er von schweren Stürzen und ernsten Krankheiten verschont. Dann dürfen wir uns schon jetzt auf weitere Grosserfolge freuen.

Die Schweizer Fussball-Nati tritt in den nächsten Tagen gegen Kroatien an. Einen Gegner, der seit dem Grosserfolg an der WM mit der Finalteilnahme, deutlich von seinem Nimbus eingebüsst hat. Meiner Meinung nach ist das Team aus Ex-Jugoslawien aber noch immer stark genug, um den Eidgenossen den Meister zu zeigen. Auch ohne den "Schweizer" aus Wohlen, Ivan Rakitic, der nach seinem Wechsel von Barcelona zu Valencia den Rücktritt aus der kroatischen Nationalmannschaft bekannt gegeben hat.

Gespannt darf man auch auf die Aufstellung unserer Elf sein. Bringt der Trainer Xherdan Shakiri, obwohl er in den letzten 6 Monaten bei Liverpool nur Minuten gespielt hat? Weil der eine oder andere Titular verletzt ist, besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Ex-Basler zum Zuge kommt.

18. September 2020

In der heutigen Thurgauer Zeitung hat sich ein bekannter Fussball-Journalist zu den desaströsen Leistungen der Schweizer Spitzen-Fussballclubs geäussert. Ganz schlecht weg kam dabei Schweizermeister YB, der bei den bescheidenen Dänen aus Jütland 3:0 unterging. Eingeschlossen in die vernichtende Kritik wurde für einmal auch der Trainer, dem es nicht gelungen ist, die vermeintlichen Führungsspieler, alle mit internationalen Ambitionen, an ihre Verantwortung zu erinnern. Eigentlich müssten sich diese angeblichen Spitzensportler in Grund und Boden schämen. Weit gefehlt: einige dieser noblen Herren sind mit einem Lächeln im Gesicht in den Katakomben verschwunden. Arroganz oder Dummheit? Wohl beides zusammen.....

17. September 2020

Im Moment machen Schweizer Spitzensportler keine gute Figur: Wawrinka und Bencic scheiden in Rom in der 1. Runde sang- und klanglos aus. Schweizermeister YB verliert gegen einen Nobody aus Dänemark 3:0 und muss die Träume von der Champions League einmal mehr früh begraben. Dass damit auf viel Geld verzichtet werden muss, sei am Rande erwähnt. Und die Schweizer Fussballnati - von den Fans ohnehin überbewertet - verliert im Ranking weitere Ränge und ist nun auf Platz 15 in der Weltangliste zu finden; eine Klassierung, die der Realität noch immer nicht entspricht. Stefan Küng ist an der TdF ausgestiegen, nachdem sein Captain und  französische Mitfavorit Thibaut Pinot, vom Pech verfolgt, ausser Rang und Traktanden gefallen ist. Der Thurgauer Radfahrer bereitet sich auf die WM im Zeitfahren vor. Wären da nicht die Damen und Herren aus der Leichtathletik, müsste man von einem grossen Disaster der Schweizer Sportprofis reden.

Im Übrigen freue ich mich auf das zweitletzte grosse Leichtathletik-Meeting (Diamond-Meeting) der Saison, welches heute in Rom angesagt ist. Gespannt darf man auf den Start unserer Sprinterin, Ajla del Ponte, sein. Das letzte Diamond-Meeting der Saison wurde auf den 25. September 2020 in Doha anberaumt.

Tour de France 2020

Etappenprofil vom 16. September 2020


Noch rollt die Tour, le grand boucle 2020. Und wer nach der heutigen Königsetappe auf 2300 m Höhe am Col de la Loze das gelbe Leadertrikot überstreifen kann, darf dieses wahrscheinlich bis nach Paris tragen. Seit einigen Tagen fahren die beiden Slowenen, Roglic und Pogacar, an der Spitze. Der ältere Roglic, ehemaliger Skispringer, wird einige Mühe haben, das gelbe Trikot gegen den deutlich jüngeren Pogacar zu verteidigen. Heute fällt eine Vorentscheidung.

Nicht wenige Radsport-Experten wundern sich über das slowenische Radsportwunder. Im Hintergrund wird versteckt über Doping gesprochen. Lance Armstrong lässt grüssen. Immerhin waren einige Betreuer in den Teams der Protagonisten vor Jahren in einen Dopingskandal bei Langläufern verwickelt. Genaueres kann der Fachpresse entnommen werden. Und wenn bekannte Steigungen aus früheren Jahren deutlich schneller bewältigt werden als zu Zeiten Armstrongs, kommt man als Beobachter schon ein wenig ins Grübeln. Und wenn der letztjährige Sieger aus Kolumbien, Egan Bernal, in einem Schlussaufstieg mehrere Minuten verliert, nimmt man dies mit Erstaunen zu Kenntnis. Nicht mehr und nicht weniger. Abwarten.

Die wenigen Schweizer, die an der Tour mitmachen, schlagen sich sehr gut. Nicht nur Marc Hirschi. Aber: nach wie vor fehlt uns ein Zugpferd, welches an einem grossen Mehretappenrennen vorne mitmischen könnte.



FUSSBALL

War dies gegen Deutschland für die Schweizer Nati nun ein Punkte-Gewinn oder Punkte-Verlust. Dass die deutschen Medien gemäss Informationen aus dem Internet samt und sonders von einem Punkte-Verlust schreiben, erstaunt nur jene, welche den deutschen Medien Zurückhaltung attestieren. Wie dem auch sei: nach einem schwachen Auftritt gegen die Ukranine hat sich die Mannschaft aufgefangen und gegen die übermächtigen Nachbarn ein gutes Spiel geliefert. Mit ein bisschen Glück wäre sogar ein Sieg möglich gewesen, was im Norden wohl nicht so gut angekommen wäre. Vielleicht haben unsere Kicker nach dem 1:1-Ausgleich dem Frieden zuliebe absichtlich neben das deutsche Tor gekickt und geköpft (kann man so wohl nicht schreiben - aber man versteht es...). Dass auch der deutsche Trainer mit Schweizer Fussball-Vergangenheit, Jogi Löw, die ansehnliche Leistung der Schweizer Elf mit keinem Wort würdigte, zeigt eben, dass er nichts von der Eidgenössischen Bescheidenheit mitbekommen hat. Freuen wir uns für einmal über die sehr, sehr ordentliche Leistung des Schweizer Teams, bei welchem mein "Lieblingsspieler" Seferovic wohl der schwächste Mann auf dem Platz war..... Das sicher schwierigste Spiel steht den Eidgenossen noch bevor: der Auftritt gegen Spanien. Wenn das nur gut geht, mag der Eine oder Andere flüstern. Ich gehöre auch zu diesen ewigen Skeptikern.



Am 29. August hatte ich weiter unten geschrieben, dass das Theater um Messi mit dem Verbleib des Superspielers beim CF Barcelona enden würde. Für einmal habe ich mit meiner Prognose recht behalten: der Argentinier wird bei den Katalanen bleiben und seine Karriere in den nächsten Jahren auch bei diesem Club abschliessen. Wie aus der spanischen Presse zu entnehmen ist, wird das inszenierte Hin und Her nur für den Clubpräsidenten Folgen haben: er muss  wahrscheinlich zurücktreten...

Silvan Hefti, beliebter Captain des FC St. Gallen, wird nach Bern zu den Young Boys wechseln. Dieser Schritt ist nur logisch, wenn er fussballerisch weiter kommen will. Dass gewisse Fans ob seines Abganges erzürnt sind, erstaunt wenig. Allerdings sind es vermutlich jene Anhänger der St. Galler, welche sich nicht gerade durch Sachkenntnis auszeichnen. Und wenn sie dann den ehemaligen Captain bei seinem Auftritt in St. Gallen auspfeifen, qualifizieren sie sich selbst.

RADSPORT

Dass die Tour de France rollt, ist den Anhängern des Radsportes natürlich bekannt. Dass unser Marc Hirschi, seines Zeichens U-23-Weltmeister (wer weiss das schon?),
schon 2 Mal knapp an einem Etappensieg vorbeigefahren ist, habe ich mit etwas Bedauern zur Kenntnis genommen. Denn, aufgrund seines Mutes und seiner offensiven Fahrweise, hätte er einen Etappensieg verdient. Was nicht war, kann noch kommen. Es wäre der erste Etappensieg eines Schweizers an der Tour seit 10 Jahren.
Und wer wird Gesamtsieger? Mich würde nicht überraschen, wenn der Gesamtsieg zum ersten Mal überhaupt nach Slowenien ginge (Roglic oder Pogacar).



Marc Hirschi knapp geschlagen auf Platz 2 an der TdF

29. August 2020



Ganz offensichtlich interessieren Sie sich für Sport, sonst würden Sie diese Zeilen nicht lesen. Über den FC Basel und Lionel Messi wurde in den letzten Tagen und Wochen in allen Zeitungen viel und noch mehr geschrieben. Beim FC Basel ist es der Präsident, Bernhard Burgener, der für die ganze Misere im und um den Club verantwortlich gemacht wird. Ihm allein die Schuld für den sportlichen und wirtschaftlichen Niedergang in die Schuhe zu schieben, greift wohl zu wenig weit. Denn, einer allein kann meines Wissens nicht so viele Fehler begehen. Wirtschaftlich wird sich der Fussballclub wohl halten können; nicht zuletzt dank der Millionen des Präsidenten.
Sportlich sieht es vielleicht ein bisschen anders aus, nachdem einige der besseren Spieler vom Rheinknie weggezogen sind. An dieser Tatsache kommt auch der neue Trainer, Ciriaco Sforza, nicht vorbei. Ob er der richtige Mann für den stolzen Club ist, wird sich zeigen. Zweifel sind erlaubt; Bedenken nicht einfach so vom Tisch zu wischen.



Über Lionel Messi etwas Neues zu schreiben, wird mir nicht gelingen. Dennoch: dass der Argentinier, der seit 20 Jahren beim FC Barcelona unter Vertrag steht, einer der besten Fussballer aller Zeiten war und ist, bezweifelt kein Fussballkenner. Er wird im gleichen Atemzug mit Ronaldo, Maradona oder Pelé genannt. Die Frage sei erlaubt: was hat denn das kleine Fussballgenie als Mensch geleistet? Bar jeder Ausstrahlung, bar jeden menschlichen Formates, hätte der Stürmer wohl Mühe, sich im Leben zurecht zu finden, könnte er nicht Fussball nahe an der Perfektion spielen. Als Sportler ein Genie, als Mensch eher ein Niemand. Wen stört dies denn schon? Der Südamerikaner soll Fussball spielen - nichts weiter. Was er privat macht oder nicht tut, geht niemand etwas an. Basta!

Dass Theater um seinen Weggang vom CF Barcelona oder seinen Verbleib beim katalanischen Club, ermüdet langsam! Wetten, dass er nach dem grotesken Hin und Her bei den Katalanen bleibt, nicht ohne dafür eine deutliche Lohnverbesserung zu bekommen. In Anbetracht der grassierenden Armut und des weitverbreiteten Hungers, sind die Löhne vieler Fussballkünstler eine echte Provokation.

24. August 2020

CHAMPIONS LEAGUE

Die Bayern aus München haben es geschafft. Mit etwas Glück zwar und einem hervorragenden Torhüter. In meinen Augen waren sich die Gegner ebenbürtig: die Münchner hatten mehr Ballbesitz; die Pariser die besseren Chancen. Ich selber hatte einen 2:1-Sieg der Männer um Neymar vorausgesagt. Knapp daneben - aber daneben. War es nun ein gutes oder gar ein sehr gutes Spiel? Ich kann dies nicht so recht beurteilen. Ich denke, dass die Begegnung vor allem von der Spannung gelebt hat. Dennoch: der Club aus München hat bis zum Sieg in der Königsklasse mehr als ein Dutzend Mal hintereinander gewonnen. Das ist keine magere Bilanz und keine schlechte Referenz. Besser als jene von St. Germain. Darum ist der Sieg verdient.

Soll die neuen Formel, die aus der Corona-Not geboren wurde, beibehalten werden? K.O.-Spiele versprechen mehr Spannung als Hin- und Rückspiele. Und die Zeitersparnis fällt auch ins Gewicht. Abwarten, was die gescheiten Herren der UEFA entscheiden.

20. August 2020

Für einmal hatten die Bayern aus München in den ersten 15 Minuten gegen die Olympioniken aus Lyon viel, viel Glück. Eigentlich hätte es nach einer Viertelstunde 2 : 0 für Lyon lauten müssen. Hätte und wäre ..... Gegen Paris darf die anfällige Verteidigung nicht so tief schlafen wie gegen die Franzosen. Sonst wird sie brutal wachgerüttelt, wenn der Match schon entschieden ist. Die Münchner hatten grosse, grosse Mühe ins Spiel zu kommen; warum auch immer. Und in der 2. Halbzeit war vom begeisternden Fussball, den sie gegen Barcelona celebriert hatten, nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Mitte der 2. Halbzeit habe ich mich gefragt, ob Müller den überhaupt spielt. Natürlich war er auf dem Platz. Seine nennenwertesten Aktionen waren seine fehlerhaften Postitionen, als er die Schussvesuche von Goretzka 2 Mal unabsichtlich blockierte. Eine sackschwache Partie des Motivators. Und wo war der hochgelobte Davies in der 2. Halbzeit? Vielleicht auf dem WC? Und die Fehlpässe von Tiago wurden mit der Dauer des Spiels immer häufiger. Selbst Lewandovski verstolperte mehrere Bälle in ungewohnter Manier. Wenn sich die Bayern nicht gewaltig steigern, fliegen ihnen die Bälle von Mpappé, Neymar und Di Maria nur so um die Ohren. In Anbetracht der aktuellen Formkurve, welche bei den Parisern nach oben und bei den Münchnern nach unten zeigt, sind für mich die Herren von St. Germain die Favoriten.

19. August 2020

Krass, wie die Männer von Paris St. Germain die Leipziger in Grund und Boden gespielt haben. Eigentlich wäre ein Resultat von ca. 6:0 angemessen gewesen, derart deutlich waren die Spieler des Trainers Nagelsmann unterlegen. Was vor allem das Trio Neymar, Mpappé und Di Maria auf den Rasen gezaubert hat, war hohe Fussballkunst.  Auf der einen Seite die biederen Handwerker aus deutschen Landen; auf den anderen die Künstler aus Paris. Für mich ist es erstaunlich, dass die RB Fussballer überhaupt wo weit gekommen sind, findet sich doch in ihren Reihen kein einziger Spieler von Weltklasse. Dies meine Meinung. Und irgendwann unterliegt ein gutes Kollektiv den besseren Individualisten.


Mpappé, Neymar und Co.

Heute Abend bekommen es die Bayern aus München mit den Fussballern von Olympique Lyon zu tun. So leicht wie gegen Barcelona werden es die Bayern wohl nicht haben. Dennoch: ich wäre sehr, sehr überrascht, wenn die Münchner nicht deutlich gewännen. Wie sagte doch weiland Sepp Herberger, der Trainer der WM-Mannschaft von 1954: der Ball ist rund. Wo er recht hatte, hat er Recht. Und falls es dann zum Endspiel Bayern gegen Paris käme, steht der Sieger noch lange nicht fest. Wir dürfen uns auf ein grossartiges Endspiel freuen.... wenn es nicht ganz anders kommt. Wie heisst es doch: Vorfreude ist die schönste Freude!

Ajla del Ponte - Superstar

Wenn Sie sich in der Leichtathletik ein wenig auskennen, wissen Sie, dass die Tessiner Sprinterin Ajla Del Ponte vor wenigen Tagen beim Diamond-League-Meeting in Monaco den 100-m-Lauf gewonnen hat. Ganz, ganz selten kommt es vor, dass eine Athletin oder ein Athlet aus der Schweiz bei den grössten aller Meetings siegt. Für mich ist die Sprinterin schon heute die Nummer 1 in der Schweiz trotz der bisher bekannteren Mujinga Kambundji. Gespannt darf man der ersten Direktbegegnung in diesem Jahr entgegen fiebern....



Ajla Del Ponte bei ihem Sieg in Monaco

9. Augsut 2020

Was wäre Barcelona ohne Messi: eine Suppe ohne Salz. Gegen die im Moment alles und alle überragenden Bayern werden die Leistungen der Katalanen eher nicht reichen, um weiter zu kommen. Trotz Ronaldo hat es Juventus nicht geschafft, die biederen Fussballer von Olympique Lyon aus dem Wettbewerb zu werfen. Bitter; was der Trainer mit seiner Entlassung deutlich zu spüren bekam. Dass Real Madrid nach der Heimniederlage gegen Manchester City nicht weiterkommen würde, war fast anzunehmen. Ob es auch in Madrid dem Trainer an den Kragen gehen wird, weiss ich nicht. Gespannt darf man auf das Duell Barcelona vs. Bayern Münschen sein. Müsste man die aktuelle Form der beiden Teams zu Rate ziehen, kämen wohl die Bayern weiter. Abwarten.

5. August 2020

FUSSBALL

Glaubt man den neuesten Pressemeldungen, wechselt der Torjäger des FC St. Gallen, Cedric Itten,  zu den Glasgow Rangers. Der eine oder andere wird sich die Stirn runzeln: zum Einen ist das Niveau in der schottischen Liga sicher nicht viel höher - wenn überhaupt - als in der Schweiz. Zum Anderen hiess der Landesmeister in den letzten 9 Jahren immer Celtic Glasgow. Die Berater um den Stürmer wissen sicherlich, weshalb sie ihren Spieler nach Schottland vermitteln. Das Klima und das Wetter können kaum den Ausschlag gegeben haben für diese doch eher ungewöhnliche Wahl. Hoffen wir, dass sich der Fussballer auf der Insel weiter entwickeln kann. Die Premier League ist ja nicht allzu weit entfernt.
Und was passiert mit den Herren Shaqiri und Seferovic? Bei Shaqiri besteht die Gefahr, dass er vergisst, dass der Ball rund ist und für Herrn Seferovic müsste man geheizte Ersaztbänkli und beleuchtete Torrahmen einführen. Ob diese Massnahmen etwas nützen würden, weiss ich nicht.

1. August 2020

Bravo, FC St. Gallen. Grossartig gemacht. Schade, dass nicht mehr Zuschauer ins Stadion dürfen. Ich bin sicher, die Arena wäre während der letzten Spiele aus allen Nähten geplatzt. Dass es nicht ganz zum Titel reichen würde, war abzusehen. YB wäre indes meiner Ansicht nach zu packen gewesen, wie die St. Galler im Heimspiel gegen die Berner gezeigt hatten. Dass die Ostschweizer nicht nur in jenem Spiel durch die Schiedsrichter art benachteiligt wurden, sei zum letzten Mal erwähnt...

29. Juli 2020

Schade: dem FC St. Gallen wird es leider nicht zum Titel eines Schweizerischen Fussballmeisters reichen. Hochs und Tiefs wechseln sich in bunter Folge ab. Das deutet darauf hin, dass die junge Mannschaft zu wenig Stabilität auf den Platz bringen kann. Die Chance, am Schluss an der Tabellenspitze zu liegen, war vielleicht einmalig; denn, es ist davon auszugehen, dass die Mannschaft im nächsten Jahr ganz anders aussehen wird. Viele Spieler sind nur Leihgaben und dürften nach dem Ende der Saison dorthin wechseln, wo sie mehr verdienen. Nur zu verständlich. Hand aufs Herz: wer hätte zu Beginn der Meisterschaft und vor allem nach der peinlichen Cupniederlage gegen Winterthur darauf gewettet, dass der FCSG das Championat auf einem der ersten 3 Plätze beenden würde? Wohl kaum einer. Deshalb: lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. So oder so: die Leistung verdient ein grosses Lob.



Wie das Team in der nächsten Saison aussehen wird, weiss vermutlich nicht einmal der umsichtige Präsident. Es wäre zu schön, wenn der Grossteil des Kaders zusammen bliebe. Und ob Cedric Itten gehalten werden kann, steht auf einem anderen Blatt.

YB spielt nicht mehr so souverän wie in der letzten Saison. Der FC Basel, Schweizer Vorzeigeclub im vergangenen Jahrzehnt, schaut einer ungewissen Zukunft entgegen. Diesen Eindruck zumindest gewinnt man, wenn man der Fachpresse Glauben schenkt. Abwarten und vielleicht ein kühles Bier trinken. Es kommt ja ohnehin anders, als viele erwarten.

17. Juli 2020

Wow! Eine Galavrostellung des FC St. Gallen gegen den Angstgegner Luzern. Die Massenmedien schwärmen vom ganz offensichtlich grossartigen Auftritt des FCSG. Wenn das so weiter geht, darf das Logo "FCSG" an der Grabenstrasse unter dem Rebhäuschen ruhig noch ein wenig bleiben...Für einmal kam es nach einer grandiosen ersten Halbzeit nicht zu einem Einbruch. Und was die Vertragsverlängerung bis ins Jahr 2025 für die Herren Zeidler und Sutter betrifft, darf man geteilter Meinung sein. Für Christian Constantin, dem Herrn über den FC Sion, kämen solche Verträge niemals zustande. Allerdings sieht er darin kein Problem; wird ein Vertrag vorzeitig gekündigt, muss man einfach bezahlen..... Wenn man das nötige Kleingeld sein eigen nennen darf, wahrlich kein Problem.

16. Juli 2020

Ajla del Ponte heisst der neue Stern am Schweizer Leichtatletinnenhimmel. Die Tessinerin kommt der unbestrittenen Nummer 1 im Sprint, Mujinga Kambundji, immer näher. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis eine 2. Schweizer Sprinterin die 11-Sekundenmarke knackt? Und für die bereits jetzt erfolgreiche Staffel über 4x100 m eröffnen sich gar neue Perspektiven.


A. Del Ponte und M. Kambundji


Bei den Männern tut sich im Sprint auch etwas, taucht doch der eine oder andere neue Name unter den Saisonbesten auf. Allerdings: vom Format der Frauen sind die Herren noch ein paar Schritte entfernt.

Die grossen LA-Meetings sind alle abgesagt, was ich bedaure und verstehe. Als grosser Leichtathletikfan freue ich mich schon heute auf die Meetings im nächsten Jahr - so sie denn über die Pisten gehen können.

Und wie sieht es bei den Schwingern aus? In diesem Jahr werden sie wohl keinen Kampf im Sägemehl bestreiten können. Der Jubiläums-Schwinget in Appenzell, auf den sich nicht nur Ostschweizer Fans gefreut haben, wird - so Gott will - im nächsten Jahr nachgeholt. Ich frage mich, wie sich die Athletinnen und Athleten aller Sportarten ohne Ernstkampf in Form halten. Ein nicht leichtes Unterfangen. Im nächsten Jahr sehen wir, wem dies am besten gelungen ist.

13. Juli 2020

Der FC St. Gallen kann einem leid tun: nicht nur bei den Penalties wurde er landesweit krass benachteiligt. Nun dürfen die beiden stärksten Gegner um den Titel eines Schweizer Meisters auch noch gegen die Reserve-Mannschaft des FC Zürich antreten. Wenn dies keine Wettbewerbsverzerrung darstellt, weiss ich nicht mehr weiter. Vielleicht verhilft eine Trotzreaktion dem FC SG zu aussergewöhnlichen Leistungen. Schön wäre dies aus Ostschweizer Sicht.

5. Juli 2020

Zwar hat der FC SG 3 der letzten 4 Spiele gewonnen - mit Hängen und Würgen. Und die krasse Niederlage gegen den FCZ zeigt deutlich auf, wie labil die junge Mannschaft noch spielt. Mir scheint es eher unwahrscheinlich, dass die St. Galler Fussballer genug Puste und Stilsicherheit aufweisen, um den Schweizer Meister Titel zu erringen. YB und auch der FC Basel machen mir einen solideren Eindruck. Dass auch die St. Galler Bäume nicht in den Himmel wachsen, hat man deutlich sehen können. Dennoch: die Hoffnung stirbt zuletzt.

21. Juni 2020

Der FC St. Gallen ist gut in die "Geisterrunden" gestartet. Gemäss der fachkundigen Journalisten, kommt die Überlegenheit im Resultat nicht zum Ausdruck: St. Gallen hätte gegen Sitten höher gewinnen müssen; zu überlegen hätten die Leute von Trainer Zeidler gespielt. So oder so: 3 weitere Punkte sind auf dem Konto! Weiter so. Wer weiss: vielleicht gibt es doch ein Happyend für den Ostschweizer Club.





9. Juni 2020

An anderer Stelle ist zu lesen, dass ich schon vor Monaten den Tipp gewagt hatte, dass Bayern Müchen erneut Deutscher Meister würde. Zu jener Zeit lagen die Münchner noch mehr als eine Handvoll Punkte hinter den Borussen aus Dortmund zurück. Das Blatt hat sich gründlich gewendet. Nach dem Trainerwechsel läuft es bei den Bayern rund. Ist dies allein dem Trainer zu verdanken? Hat er die Spieler neu motivieren können? Ist es ihm gelungen, die richtigen Leute aus dem Kader auf den Platz zu schicken? Oder haben vielleicht die Dortmunder nachgelassen; warum auch immer? Ist der Bayern-Trainer, Hansi Flick, schlicht der bessere Fachmann und Motivator als "unser" Lucien Favre, der bei Dortmund das Sagen hat. Natürlich kenne auch ich die Antwort nicht. Für mich steht indes eines fest: der Kader - in der Schweiz "das" Kader - der Bayern ist für mich deutlich stärker als jener der Borussen, trotz Haaland, Sancho und Reus. Und einen Lewandowski gibt es halt nur ein Mal.
Vielleicht kann man mutmassen, dass den Bayern die Gegenwart, den Borussen vielleicht die Zukunft gehört....mit oder ohne Trainer Favre.






Und wer gewinnt die Champions-League, sofern der Wettbewerb fortgeführt wird? Für mich gehört der Deutsche Meister in seiner aktuellen Form zu den ersten Titelanwärtern.

3. Juni 2020

Gerne wiederhole ich es: ich bin froh, dass ich am TV wieder Spiele aus der Deutschen Bundesliga anschauen darf, auch wenn nicht alle Begegnungen hohen Ansprüchen genügen. Dass die Bayern aus München Deutscher Meister werden hatte ich schon damals geäussert, als die Borussen aus Dortmund die Tabelle mit deutlichem Vorsprung (7 Punkte) angeführt hatten.
Am letzten Wochenende wurden in der Bundesliga mehrere Penalties verhängt. Steve Zuber von Hoffenheim hat einen solchen verschossen. Ich habe genau beobachtet, wie sich die Torhüter verhalten - und siehe da: jeder Goalie, ohne Ausnahme, hat sich bewegt, bevor der Schütze den Ball berührt hatte. Und kein einziges Mal hat ein Schiedsrichter oder die Video-Assistenz eingegriffen. Was hat dies mit dem FC St. Gallen zu tun? Ganz viel. Denn beim Spiel FCSG gegen Young Boys hat der St. Galler Torhüter Ati Zigi kurz vor Schluss den Penalty des YP-Spielers G. Hoarau gehalten. Nach Intervention durch die Video-Assistenten musste der Schiedsrichter den Strafstoss wiederholen lassen, weil sich der St. Galler Torhüter zu früh bewegt hätte....... Kopfschütteln landauf, landab. Denn es wurde ein "Vergehen" bestraft, welches auf allen Fussballplätzen dieser Welt mit wenigen Ausnahmen geduldet wird. Ganz offensichtlich standen die Entscheidungsträger in diesem Falle dem BSC Young Boys
nahe. Diese Herren haben dem FCSG meiner Meinung nach 3 Punkte geklaut; Punkte, welche eventuell die Meisterschaft entscheiden....5 Mal leer schlucken.



23. Mai 2020

Jene Menschen, die mich ein bisschen besser kennen - es dürften nicht allzu viele sein - wissen, dass ich ein grosser Fan von Spitzenfussball bin. Natürlich habe ich mich über den Höhenflug des FC St. Gallen gefreut. Mit dem Herzen bin ich aber ein grosser Verehrer der Spitzenclubs aus Spanien, England und Deutschland. Italien etwas weniger. Einen Lieblingsverein kenne ich nicht. Ganz im Gegensatz zu meinen Jugendjahren. Da waren Manchester United und Real Madrid die beiden Clubs, die ich hoch in Ehren hielt. Heute gehört meine Sympathie jenem Club, welcher den besten Fussball spielt. Und das kann sich innerhalb von Wochen ändern. Und leider gehören keine Schweizer Clubs zu diesem erlesenen Kreis.

Ich habe mich natürlich über den Wiederstart der Bundesliga gefreut. Dass die Schweizer, welche in diversen Clubs Deutschlands ihr Geld verdienen, im Moment nicht gerade zu glänzen vermögen oder aber verletzt sind, dämpft meine Begeisterung ein wenig. Einerlei: "der Ball ist rund", wie ein ehemaliger deutscher Weltmeister-Trainer zu sagen pflegte; es werden wieder bessere Tage kommen. Schon heute freue ich mich auf das Ende der Fussballpause in England.

24. April 2020

Radrennen finden vorläufig auf dem Hometrainer statt. Und da macht unser Stefan Küng, der Neo-Frauenfelder, gute Figur. Immerhin hat er eine virtuelle Tour de Suisse-Etappe gewonnen. Das Zuschauer-Interesse hält sich voraussichtlich in Grenzen. Und einigen wir die echte TdS fehlen. Bald würde der Giro d'Italia beginnen. Zu Zeiten der Coppis, Bartalis, Küblers und Koblets für uns Buben damals eine grossartige Veranstaltung, auch wenn die Resultate jeweils kurz vor halb acht auf Radio Beromünster nur kurz zu hören waren. Und Reporter Vico Rigassi hatte seinen Teil zur grossen Spannung um den Gesamtsieg beigetragen.

Und was geschieht mit der Tour de France? Gemäss heutigen Plänen soll sie im Herbst nachgeholt werden, wohl auf Kosten der Spanien-Rundfahrt (vuelta). Die grossen Classiques-Rennen im Frühling und im Herbst können vermutlich erst 2021 wieder organisiert werden.

Die Schwingerfreunde, zu denen auch ich gehöre, müssen sich noch eine Weile gedulden. Ich bin gespannt, welcher Athlet die wettkampffreie Zeit am besten gemeistert hat.

Und wann wird wieder Fussball gespielt? Das wissen nicht einmal die Götter. Wird es Geisterspiele, also Begegnungen ohne Zuschauer, geben? Als grosser Fan des internationalen Spitzenfussballs empfände ich schon grosse Freude, wenn in den grossen Ligen bald wieder gespielt würde. Und dem FC St. Gallen würde ich es gönnen, wenn er sich zum Meister küren könnte.

23. März 2020

Und sie dreht sich doch - die Welt, auch ohne Sport. Wer hätte vor 2 Wochen gedacht, dass wir im Moment auf den grossen Sport in der weiten Welt verzichten müssten. Vielleicht gab es sogar Sportfans, die überzeugt waren, die Welt würde ohne Sport untergehen.... Weit gefehlt: der Sport, welcher Art auch immer, bleibt die wichtigste Nebensache der Welt. Obwohl ich ein grosser Sprotfan bin, leide ich unter der Karenz noch nicht. Natürlich finde ich es schade, dass die Eishockey-WM in der Schweiz abgesagt werden musste; natürlich hätte ich die Fussball-EM gerne verfolgt. Die Liste der Absagen liesse sich beliebig verlängern. Ich kann gut leben mit diesen Ausfällen, obwohl ich noch nie so viel Zeit hatte, die mir zusagenden Wettkämpfe zu verfolgen. Verschoben ist nicht aufgehoben.

Und was geschieht mit den Olympischen Spielen in Japan? Mich würde eine Verschiebung nicht überraschen. Zudem weiss niemand so recht, ob Japan um die Corona-Krise herumkommt, diese schon hinter sich hat oder noch getroffen wird.

Für die Schweizer Fussball-Nati kommt die Verschiebung der EM sicherlich nicht ungelegen. Denn, viele unserer potentiellen EM-Spieler befanden sich zuletzt in Unterform. Das kann im nächsten Jahr fast nur besser werden. Ein bisschen leid tun mir die Eishockeyaner, welche vor der heimischer Kulisse vielleicht Historisches geschafft hätten. Das grosse Ziel der Eisfeger ist und bleibt ein WM-Titel. 2 Mal waren sie nahe daran. Was nicht ist, kann noch werden.

Und was geschieht mit den grossen Radrennen. Der Frühjahrsklassiker Mailand - San Remo wird nicht gefahren. Der Giro d'Italia, der in der 2. Maihälfte beginnen sollte, kann auch nicht abgehalten werden. Und die Tour de Suisse im späten Juni? Und die Tour de France noch später? Die Velo-Profis werden das Fahren nicht verlernen, auch wenn sie in diesem Jahr nur wenige Rennen fahren werden.

Die ersten Schwingfeste wurden bereits abgesagt. Unter diesen auch das Thurgauer Kantonale.

Und wie sieht die Zukunft von Roger Federer aus? Hört er in Anbetracht des aktuellen Geschehens auf? Keine Ahnung.

20. Januar 2020

Der Höhenflug des FC St. Gallen dauert an. Schön für die jubelnden Anhänger. Dabei übersehen vielleicht die einen oder anderen Fans, dass gegen den Servette FC das Glück den Ostschweizern Pate stand. Nicht zu vergessen der neue Torhüter Zigi, der die Servette-Stürmer der Verzweiflung nahe brachte. Vielleicht ist es doch noch ein wenig verfrüht, vom Meistertitel zu träumen. Die beiden Titanen im Schweizer Fussball, YB und der FC Basel, werden alles daran setzen, dass der Titel nicht in der Ostschweiz "untertaucht". So oder so: die St. Galler spielen ohne Zweifel einen erfrischenden und schnellen Angriffs-Fussball.



Lucien Favre, der Schweizer Trainer des BVB (Borussia Dortmund), macht nach einer kurzen Erholungsphase erneut schwere Zeiten durch. Auch wenn seine Schützlinge gegen Leverkusen im Sturm begeisterten, gaben die Borussen in der letzten Viertelstunde ein Spiel preis, das sie niemals hätten verlieren dürfen. Und der vielleicht schlechteste Verteidiger auf dem Platz - nicht zum ersten, aber vielleicht zum letzten Mal - war unser Verteidiger Manuel Akanji. Als Zuschauer begann man fast zu zittern, wenn der Verteidiger am Ball war. Und der hoch überschätzte Winterthurer war an allen vier Toren mitschuldig. Ich denke, dass der kritisierte Spieler den nächsten Match auf dem Bänkli erleben wird. Und falls Favre gehen muss, wird auch für Akanji die Borussia-Zeit zu Ende gehen. Dies zumindest meine unbedeutende Meinung.



Die Bayern spielen in der ersten Halbzeit fast immer wie ein grosser Meister. In der zweiten indes lassen sie meist stark nach, so dass man den Eindruck gewinnen könnte, es sei eine andere Mannschaft auf dem Rasen. Für den Trainer, der seine Sache ohne Zweifel gut macht, wird es eine Herkules-Aufgabe sein, den Starkickern beizubringen, die 2. Halbzeit genau so zu gestalten wie die erste. Ist dies überhaupt möglich? Was ich schon mehrmals behauptet habe und nun wiederhole: die Bayern werden so oder so meister, weil die anderen Clubs noch gravierendere Mängel aufweisen als die Münchner in der 2. Halbzeit. Wetten?




SKISPORT

Die Leistungen der Schweizerinnen und Schweizer auf den Pisten sind unterschiedlich: auf grosse Enttäuschungen folgen unerwartete Siege. Nach dem Ausfall von Daniel Yule schauten im Slalom in Chamonix für einmal nur mässige Platzierungen heraus. Wäre da nicht der konstante Ramon Zenhäusern sähe es noch schlimmer aus. In der Regel erreichen von 8 gestarteten Schweizern nur drei bis vier den 2. Lauf. Auf die Herren Aerni, Rochat und Simonet darf man Wetten abschliessen, bei welchem Tor sie wohl ausscheiden würden. Etwas bösartig, aber real. Vor allem bei Luca Aerni fragt sich männiglich, wie es gekommen ist, dass ein ehemaliger Slalomfahrer von Weltklasse den Weg durch die Tore  nicht mehr findet. Was lief und läuft da schief? Und von Sandro Simonet weiss man in der Zwischenzeit, dass er ein klassischer Trainings-Weltmeister ist! Sobald internationale Resultate gefordert werden, fällt er durch. Für die Trainer keine leichte Aufgabe, dem Athleten Wettkampfhärte beizubringen....Und wo es bei Marc Rochat fehlt, weiss auch ich nicht. Tanguy Nef indes wird seinen Weg noch machen. Sicher.





23. Januar 2020

Nun hat es auch den neben Beat Feuz besten Abfahrer der letzten Jahre, Dominik Paris, erwischt: eines seiner vorderen Kreuzbänder ist gerissen. Damit ist die Saison für ihn zu Ende. Ob er im nächsten Winter die alte Stärke wieder ausspielen kann? Die Zukunft wird die Antwort geben.
Im Übrigen hat unsere Aline Danioth die gleiche Verletzung erlitten. Gute Besserung.

Das Hahnenkammrennen vom kommenden Wochenende lockt fast so viel Prominenz nach Kitzbühel wie das WEF nach Davos. Das Motto am Prominenten-Skiort: sehen und gesehen werden. Für viele Zuschauer spielt es vermutlich keine Rolle, wer die Rennen gewinnt. Hauptsache: ich war dabei...
Die Chancen der Schweizer Rennfahrer waren auch schon weniger gut: in allen 3 Disziplinen (Super-G, Abfahrt, Slalom) darf man von unseren Cracks vordere Plätze erwarten. Ob es gar zu einem Sieg reichen wird? Abwarten.


Dominik Paris, Sieger am Hahnenkamm 2019


Der FC St. Gallen muss einen neuen Torhüter suchen. Mvogo, Ersatz-Torhüter bei RB Leipzig, wird vermutlich frei, nachdem die Deutschen einen zusätlichen Torhüter gekauft haben. Mvogo wäre dann die Nummer 3 beim aufstrebenden Club und kann kaum mit einem Einsatz in der Bundesliga rechnen. Nur: vermutlich kommt die Verpflichtung wegen des Kleingeldes nicht in Frage.

20. Januar 2020

Also: Granit Xhaka spielt noch immer in England bei Arsenal - nicht besonders gut; aber er spielt im nach wie vor eher schwachen Club. Ich gebe keine Prognosen mehr ab, was einen Clubwechsel betrifft. Es kommt ja ohenhin anders, als man denkt.

Auf "Bluewin" kann man jeden Montag nach einer Fussball-Meisterschaftsrunde die Benotung der Schweizer Fussballer in ausländischen Ligen nachlesen. Nicht immer gehe ich mit der Beurteilung unserer modernen "Söldner" einig. Dass unsere beiden Torhüter konstant mit guten bis sehr guten Leistungen aufwarten, tröstet über die zum Teil erbärmlich schwachen Leistungen des einen oder anderen Feldspielers hinweg. Was zum Beispiel unser ehedem als grossartiges Supertalent gepriesene Embolo in den Diensten von Borussia Mönchengladbach gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, Schalke 04, auf den Rasen "gezaubert" hat, spottet jeder Beschreibung. Mich überrascht, dass Trainer Rose den Ausfall des Stürmers eine ganz Stunde lang ignoriert hatte. Embolo erhielt nur wenige Bälle von seinen Mitspielern, welche im Gegensatz zum Trainer längst erkannt hatten, dass Brel keinen Fuss vor den anderen brachte. Und wenn dann doch ein Ball beim Exbasler landete, verstolperte er diesen mit praktisch 100%-iger Sicherheit. Auch eine Leistung.  

Auch andere Feldspieler haben nicht überzeugt - einmal mehr nicht, muss man bekennen. Gute Kritiken - auch das gibt es in seltenen Fällen - erhalten normalerweise Denis Zakaria und Ruben Varga bei Gladbach bzw. Augsburg. Dass Lichsteiner seinen Zenith überschritten hat und Akanji massiv überschätzt wird, kann der Beobachter jedes Wochenende zur Kenntnis nehmen (wenn er dann will). Und Shaqiri wird bei Liverpool nicht einmal als Ersatzspieler nominiert. Für mich - wieder eine meiner gewagten Prognosen - ist der Abgang nur noch eine Frage der Zeit (und wohl des Geldes). Die gleiche Einschätzung trifft auch auf Rodriguez zu, der in Mailand nicht mehr eingesetzt wird. Da gerät man ob des Benfica - Ergänzungsspielers aus Sursee, Seferovic, fast ins Schwärmen, wenn er nach seiner Einwechslung das eine oder andere Tor schiesst. Bitte nicht vergessen: alle die erwähnten Spieler verdienen pro Jahr mehrere Millionen Lira - pardon: Schweizer Franken!

Wintersport

Unser Langlaufsport lebte und lebt noch von Dario Cologna und Teilerfolgen einzelner Damen. Dass der Bündner seine beste Zeit hinter sich hat, steht ausser Frage. Lange haben wir von seinen grossartigen Leistungen gezehrt. Und einen Nachfolger aus der Schweiz kann ich mit dem besten Willen nicht ausmachen. Die Russen und die Norweger rennen unseren aktuell besten Langläufern davon. Das wird sich in nächster Zeit nicht ändern. Uns bleibt wohl nichts anderes, als in den Erfolgen der Vergangenheit zu schwelgen.





Die Schweizer Alpinen zeigen vor allem im Slalom, der einstigen Sorgendisziplin, hervorragende Leistungen. Und mit Beat Feuz haben wir den besten Abfahrer der Gegenwart in unseren Reihen. Weniger gut sieht es im Riesenslalom und im Super-G aus, wenn der verletzte Marco Odermatt, das grösste Talent seit Jahren, verletzt ausfällt. Die Hoffnung besteht, dass er bald wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen kann.



Das Damenteam lebt im Moment von Corinne Suter, Wendy Holdener und Michelle Gisin. Dahinter tut sich ein weiter Graben auf. Das eine oder andere Talent kämpft sich nach einer schweren Verletzung langsam ins Team zurück. Neue Namen und frische Gesichter sucht man vergebens. Die nahe Zukunft verheisst nichts Gutes. Im Gegensatz zu den Österreicherinnen, die auf ein grosses Reservoir an Nachwuchskönnerinnen stolz sein können, fehlen uns die Breite und die 2. Garde. Ich bezweifle, dass sich an dieser eher schwierigen Situation in dieser Saison noch etwas ändern wird.

30. Dezember 2019

Die Schweizer Sportlerin und der Schweizer Sportler des Jahres sind bekannt. Die Telefonhörer und andere haben gewählt. OK.

Der Schweizer Fussball gönnt sich die Winterpause. Was aber nicht heissen will, dass es auf dem Transfermarkt ruhig geworden ist. Für einmal waren im Übrigen auch meine Prognosen bezüglich Granit Xhaka und seinem Trainer richtig: der Trainer ist bei Arsenal bereits seit einiger Zeit weg und unser Schweizer Mittelfeldmeister steht zur Zeit nicht mehr im Aufgebot der schwächelnden Londoner. Heisst der neue Club vielleicht Hertha Berlin, wie es die Spatzen von den Dächern pfeifen? Möglich. Dass
der Schweizer in England viel Goodwill verspielt hat, weiss jeder, der sich ein wenig mit internationalem Fussball befasst. Und was mit Sherdan Shaqiri passiert, wissen nicht einmal die Spatzen. Der Dauerersatzspieler verlernt dass Fussballspielen noch ganz, wenn er nicht bald wieder bei einem anderen Club eine Chance erhält...

Unsere wohl beste Skifahrerin der letzten zwei Jahre, Wendy Holdener, steckt zumindest in einer Mini-Krise: beim Parallel-Slalom früh ausgeschieden, in einem Riesenslalom eher schlecht als recht gefahren und bei den letzten beiden Slaloms im zweiten Lauf ausgeschieden.... Wenn das nur gut geht. Hoffentlich lässt sich die Athletin nicht zu sehr verunsichern. Sie wäre indes nicht die erste Sportlerin, die unverhofft in ein längeres Tief fällt. Aufgefangen hat sich die Engelbergerin Michellle Gisin,
welche in mehreren Rennen nicht das gewünschte Resultat erzielen konnte. Und was Lara Gut-Behrami betrifft, wiederhole ich meine These: sie hat die beste Zeit definitiv hinter sich. Sie kommt kaum noch über das Mittelmass hinaus. Wohl für immer.




Hätten wir nicht Corinne Suter, sähe es in den schnellen Disziplinen gar übel aus. Die WM-Medaillengewinnerin vermag indes das bescheidene Niveau der Mitfahrerinnen nicht zu überdecken. Und die einzelnen jungen Talente sind noch nicht so weit. Warten und Hoffen.

13.12.19

Man kann von den Schweizer Sportjournalisten halten was man will: sie lassen nicht zum ersten Mal den grössten Handballer, den die Schweiz je hervorgebracht hat, vor der Türe frieren: Andy Schmid wurde in der deutschen Bundesliga, der wohl stärksten Liga in der Welt, 5 (fünf!!) Mal hintereinander zum wertvollsten Spieler des Jahres gewählt. Und wieder steht er nicht auf der Liste der Sportler, die für die Ehrung zum "Schweizer Sportler des Jahres" vorgesehen sind. Sind denn diese Schreiberlinge auf beiden Augen blind? Würde ein Schweizer Fussballer in der Bundesliga zum Beispiel zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt, würde er nicht nur zum Sportler des Jahres auserkoren; er bekäme auch noch eine Privataudienz beim Bundesrat (beim Papst wohl eher nicht...).
Blindheit ist eine schwere Beeinträchtigung.


Andy Schmid - wie er leibt und lebt...


13. Dezember 2019

Fussball

Wie ich von Kollegen weiss, bin ich nicht der Einzige, der sich für den internationalen Fussball interessiert. Mit einem Auge schaue ich indes immer auf die Schweizer Szene. Eine Aussage unseres nach wie vor nicht unumstrittenen Trainers hat micht stutzig gemacht (Herr P. hatte diese Aussage indes schon mehrmals gemacht, sich aber nie daran gehalten): künftig hätten "Bankdrücker" in seiner Mannschaft keinen Platz mehr. Wow! Was für eine Aussage. Ich füge eine unvollständige Aufstellung jener Spieler an, die gemäss seinen neuesten Äusserungen im Augenblick in der Nati keinen Platz hätten: Rodriguez, Lichtsteiner, Schär, Lang, Mvabu, Shaqiri, Steffen, Seferovic, Memedi u.a.m. Mich nimmt schon wunder, wie das nächste Nati-Aufgebot aussehen wird. Vermutlich wird der Trainer seine eigenen Vorgaben unterlaufen. Es wäre nicht das erste Mal. Im Übrigen erstaunt es nicht nur mich, dass unser Torhüter nach wie vor Sommer - und nicht Bürki -  heisst...

Borussia Mönchengladbach, der aktuelle Tabellenführer in der Bundesliga, bei dem vier unserer Nati-Spieler unter Vertrag stehen, ist gestern Abend aus dem europäischen Clubfussball ausgeschieden. Dies nach einer 1:2 Heimniederlage gegen die Türken aus Istanbul, Galatasaray. Die Leistung unserer Schweizer als tragende Figuren im Spiel der Gladbacher wurden immer wieder lobend erwähnt. Gestern Abend konnten unsere Spieler indes keine Lorbeeren ernten; im Gegenteil: sie waren an der Niederlage schuld. Wieso denn dies? Zum 1:1 Ausgleich der Türken liess unser Natigaoli Sommer einen harmlosen Distanzschuss ins Tor gleiten, den er normalerweise mit verbunden Augen hielte. Mit anderen Worten: er kassierte ein faules Ei. Das gab den Türken, die zum Weiterkommen unbedingt einen Sieg brauchten - den Borussen hätte ein Unentschieden gereicht - massiv Auftrieb. Es kam aber noch besser: kurz vor Schluss produzierte unser Zaccharia in der Nähe des eigenen Strafraumes ein absolut unnötiges Foul. Aus dem Freistoss entwickelte sich ein Kopfballduell, das unser Elvedi verlor und einem griechischen Stürmer ermöglichte, das siegbringende 2:1 zu erzielen...Dass die Mönche in der Nachspielzeit ihrerseits noch einen Kopfball an den feindlichen Pfosten setzten, macht die Geschichte nicht besser.



Für einmal standen unsere Schweizer Söldner neben den Schuhen: Embolo hat man - wie in den meisten Spielen - nicht gesehen. Zaccharia klebte das Pech an den Füssen und Elvedi konnte leider auch nicht überzeugen. Bleibt der Nationalgoali Sommer, der - nicht zum ersten Mal - eine "faule Kiste" kassierte. Was für ein Kontrast zu Roman Bürki, der im Spiel Dortmund gegen Slavia Prag reihenweise Weltklasseparaden zeigte...

Im Übrigen habe ich gestern Abend mit einem Kollegen aus dem "Vicolo" eine Wette abgeschlossen, dass Bayern München - im Moment mit 7 Punkten Rückstand auf den Leader - erneut deutscher Meister würde. Der Wetteinsatz: eine gute Flasche Wein.

23. November 2019

Dank des Präsidenten unseres Vicolo-Clubs wurde mir die Gelegenheit geboten, am 15. November das Länderspiel Schweiz vs. Georgien in St. Gallen zu besuchen. Die Atmosphäre und die Stimmung im Stadion waren hervorragend; ganz im Gegensatz zum Spiel der Schweizer Mannschaft, die nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Hätte nicht der Spieler des FC St.Gallen, Cedric Itten, das einzige Tor zum Schweizer Sieg erzielt, wäre die Schweizer Elf wohl mit einem schrillen Pfeifkonzert verabschiedet worden. Wer nun geglaubt hatte, schlechter als gegen Georgien könnte die Schweiz nicht spielen, sah sich getäuscht: die Qualität der ersten Halbzeit gegen Gibraltar war die schlechteste, die ich je von einer Schweizer Mannschaft gesehen hatte.... Und so jung bin ich auch nicht mehr!

Der "Blick" arbeitet hart am Vorhaben, unseren Trainer, Vladimir Petkovic, in die Wüste zu schicken. Dass ich kein Verehrer des Mannes mit den vier oder fünf Pässen bin, wissen meine Leser. Allerdings muss ich gestehen, dass es nicht die Schuld des Lehrmeisters ist, wenn ein Profifussballer einen zugespielten Ball, den er elegant stoppen sollte, so weit abprallen lässt, dass er zur Vorlage für den Gegner gerät.... "Unser" Michael Lang lässt grüssen.

Für mich steht eines fest: versteht es die Nati im nächsten Jahr nicht, sich gewaltig zu steigern, wird sie punktelos von der EM nach Hause kehren.

Die jungen Schweizer Curler haben an der Europameisterschaft die Silbermedaille errungen. Im Final gegen den mehrfachen Weltmeister Schweden waren die vier Sportler dann überfordert. So oder so: eine feine Leistung. Dass die Damen mit Bronze heimkehren würden, war nicht unbedingt zu erwarten. Kompliment und weiter so..

Allerorten werden nun die "Sportler des Jahres" gekürt. So auch im Kanton TG. Über die Auswahl der Einzelsportler und der Mannschaften darf man diskutieren. So vermisse ich unter den Kandidaten für die Wahl zum besten Thurgauer Sportler den Namen des Aadorfer Waffenläufers, Marco De Martin, der eben den Frauenfelder Waffenlauf für sich entschieden hat. Nicht nur das: er hat auch die Jahreswertung der Waffenläufer gewonnen. Zu wenig für die blitzgescheiten Herren (und Damen) der Jury...





Roger Federer jettet im Privatflieger durch Südamerika. Er spielt dort den einen oder anderen Exhibitionsmatch, sofern in der vorgesehenen Stadt nicht gerade ein Ausgehverbot verhängt wird. In Anbetracht der Klimaproblematik und der kriegerischen Unruhen in mehreren südamerikanischen Städten ein zumindest fragwürdiges Unterfangen, das die Zahl seiner Kritiker ansteigen und jene der Verehrer absinden lässt...

Die Skisaison hat begonnen. Die Fans der Schweizer Fahrerinnen und Fahrer erwarten von unseren Skiakrobaten in diesem Winter wahre Wunder. Wenn das nur nicht schief geht.

28. Oktober 2019

Immer wieder werde ich von Kollegen, die mich besser kennen, wegen meiner Äusserungen zu den Herren Petkovic und Seferovic gehänselt und hochgenommen. Für mich kein Problem. Und jenen Fussballfreunden, die meine Zeilen ab und zu lesen, ist mitlerweile klar geworden, wie wenig ich von den erwähnten Fussball-Protagonisten halte. Damit stehe ich nicht ganz alleine in der Landschaft.

Nach den neuesten Eskapaden unseres Arsenal-London-Legionärs, Granit Xhaka, stelle ich mir 3 Fragen:

1. Wie lange wird GX noch Captain bei Arsenal sein?
2. Wie lange wird GX noch bei Arsenal unter Vertrag stehen?
3. Wie lange wird GX noch in England Fussball spielen.



Insider wissen, dass sich unser Nationalspieler an diesem Wochenende bei seiner Auswechslung in der 2. Halbzeit mit den Fans angelegt hat - nicht zum ersten, vielleicht aber zum letzten Mal. In der englischen Presse war man sich einig, dass die Art und Weise, wie sich der Schweizer seiner Captainbinde entledigt und wie er die pfeifenden Zuschauer provoziert hat, eines Spielführers unwürdig sind. Für mich steht jetzt und heute fest, dass die Tage des albanischstämmigen Spielers bei Arsenal - und vielleicht auch in England, gezählt sind.

Der FC St. Gallen verblüfft weiter. Wer hätte das nach den ersten 3 Runden gedacht? Nur Skeptiker weisen darauf hin, dass die Ostschweizer schon ab und zu eine gute Vorrunden gespielt und dann in der Rückrunde kaum noch einen Fuss vor den anderen gebracht hätten. Freuen wir uns an den guten Leistungen des jungen Teams, auch wenn es nicht durchhalten sollte.

Die Schweizer Fussball-Söldner im Ausland essen weiterhin hartes Brot und dieses zumeist auf dem Reservistenbänklein. Eine Ausnahme sind die Profis Sommer, Zakaria, Elvedi - und mit Abstrichen - Embolo bei Gladbach. Zufrieden dürfen auch die beiden Schweizer Torhüter Bürki und Hitz bei Dortmund sein, was man vom hochüberschätzten Akanji nicht behaupten kann. Am Wochenende kam er erst nach 80 Minuten aufs Feld. Die 3 Schweizer bei Wolfsburg (Memedi, Steffen und Mvabu) sind entweder verletzt oder überzählig. Auch bei den anderen Clubs fallen unsere Cracks eher ab als auf.
Und über Shaqiri zu schreiben, ist reine Zeitverschwendung. Vielleicht findet er einen Club, der zu seinem Können passt.

6. Oktober 2019

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Wüstenstaat DOHA gehören der Vergangenheit an. Allerorten zieht man Bilanz. So auch in der Schweiz. Positiv in Erscheinung getreten sind bekanntlich Mujinga Kambundji, Lea Sprunger und die 4x100m-Staffel der Frauen. Ihr Soll erfüllt Haben Géraldine Ruckstuhl im Frauen-7-Kampf, Nicole Büchler im Stabsprung und Jason Joseph über 110 m Hürden. Weniger gut lief es erwartungsgemäss der Frauen-Staffel über 4 x 400m. Negativ aufgefallen sind Selina Büchel über 800 m und Kariem Hussein über 400 m Hürden. Was man über Sprinter und "Grossmaul" Alex Wilson schreiben soll, weiss ich nicht. Über die 100 m war er einer der schlechtesten. Und warum er nicht über 200 angetreten ist, wo er für sich bescheidenereweise eine Medaille beanspruchte, weiss ich nicht. War er wirklich verletzt? Den Vogel abgeschossen hat ohne Zweifel der Langstreckler Julien Wanders, der über die 5000 m meilenweit hinter seinem Rekord zurückblieb und als einer der Letzten ins Ziel trabte. Es kam noch besser: über 10000 m, seiner Paradestrecke, ging er knapp vor Rennhälfte aus dem Rennen, abgeschlagen schon, aber ohne ersichtlichen Grund...Der Berufsläufer aus der Westschweiz, der in Afrika mit den Einheimischen trainiert, muss als Trainingsweltmeister und Meisterschaftsversager abgestempelt werden.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die Lehren aus den Meisterschaften ziehen und bei der Qualifikation auf die Leistungen und nicht auf die Namen schauen.



3. Oktober 2019

Als begeisterter Leichtathletik Zuschauer sitze ich in diesen Tagen abends vor dem Fernseher, um die Leistungen der Athletinnen und Athleten an der WM in DOHA zu bewundern. Trotz der klimatisch schwierigen Bedingungen sind die Leistungen im Schnitt besser als vor 2 Jahren in London. Es wäre falsch, hier eine Athletin oder einen Athleten zu nennen, der alle anderen Siegerinnen und Sieger überragt. Einen Usain Bolt sucht man vergebens.

Bei den Teilnehmenden aus der Schweiz überragen 2 Damen alles: Mujinga Kambundji und Lea Sprunger. Die eine hat schon geliefert; die andere steht im Final über 400 m Hürden. Es wäre ein wenig unverfroren, auch von der Hürdenläuferin eine Medaille zu erwarten. Das gesteckte Ziel hat sie erreicht. Alles andere wäre Zugabe.



Und die anderen Sportler aus unserem Lande? Eher diskret. Vor allem unsere Ostschweizer haben bitter enttäuscht: Kariem Hussein ist mit einer schlechten Zeit über 400 m zum frühest möglichen Zeitpunkt ausgeschieden. Das Gleiche muss man von Selina Büchel über 800 m sagen. Hier hätte man viel Geld sparen können, wären sie zuhause geblieben. Und der Imageschaden wäre wohl kleiner gewesen.

Soll man überhaupt noch Worte zum "Theater" Petkovic/Shaqiri verlieren? Es lohnt sich wohl kaum für jemand. Das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben.

Im Übrigen tun sich unsere Fussballer im Ausland nach wie vor schwer: kaum einer der Nati-Spieler fällt positiv auf. Sogar unsere Torhüter müssen den Ball häufiger aus dem Netz holen als ihnen lieb ist. Und ausgerechnet jetzt, da viele unserer vermeintlichen Leistungsträger in einem sportlichen Tief stecken, stehen wichtige Spiele an. Hoffen und Beten waren noch nie falsch.....

Lucien Favre, der aktuelle Trainer von Borussia Dortmund, macht schwere Zeiten durch: die Leistungen seiner Mannschaft lassen zu wünschen übrig. Die Ziele der Clubbosse sind hoch, zu hoch gesteckt: auch am Ende dieser Spielzeit wird der Deutsche Meister Bayern München heissen. Für diese Prognose gehe ich Wetten ein. Ich frage mich nur, wie lange der Romand noch Trainer bei den Borussen sein wird. Nicht mehr allzu lange. Auch wenn die Bayern nicht in jedem Spiel eine Gala wie gegen die Tottenham Hotspurs (2:7) auf den Rasen zaubern: sie sind und bleiben - mit Abstand - die beste Mannschaft unserer nördlichen Nachbarn. Punkt.



27. September 2019

Und wieder hat es für unseren Thurgauer Radprofi, Stefan Küng, an der WM im Zeitfahren nicht zu einem vorderen Platz gereicht. Der 10. Platz ist sicher weniger, als sich der Radprofi erhofft hatte. Und diese Rangierung kam nur dadurch zustande, dass eine Handvoll Spezialisten, alle stärker als Küng, gar nicht erst gestartet sind. Wie nicht nur die Sportreadktion der Zürcher Zeitung zu wissen glaubt, wird der Radfahrer masslos überschätzt. Der "Blick" lässt grüssen. Wir müssen geduldig weiter auf einen Cancellara warten. Bis jetzt ist keiner in Sicht. Da gibt es junge Profis aus anderen Ländern, die unseren Vertretern buchstäblich um die Ohren fahren. Tröstlich, dass wir zumindest im Schwingen die Besten sind....

Eben haben die Leichtathletik Weltmeisterschaften in Doha begonnen. Der Auftakt war für die Schweiz (erwartet) ernüchternd. Selina Büchel ist auf den letzten 100 m im 800m-Vorlauf buchstäblich
"eingegangen". Kein Wunder, wenn man auf ihre bisherige magere Saison zurückblickt. Der Trainerwechsel hat in diesem Falle gar nichts gebracht. Alex Wilson, um eine mehr oder weniger plausible Erklärung nie verlegen, wurde in seinem Vorlauf über 100 m Letzter in einer sehr, sehr bescheidenen Zeit. Seine Erklärung: "ich war nicht motoviert". Warum, um Himmels willen, startet er dann an der WM in dieser Disziplin?? Sein Ziel sind die 200 m. Dort möchte er eine Medaille holen. Wer möchte das nicht? Ich wäre überrascht, wenn er es bis in den Final schaffen würde.
Schliesslich musste auch der Profiläufer, Julien Wanders, im Vorlauf über 5000 m "unten durch". Ich verzichte darauf, seinen Rang und seine Zeit hier zu dokumentieren.




Im Übrigen sehe ich keine Athletin und keinen Athleten aus der Schweiz in den Medaillenrängen. Die Trauben hängen zu hoch. Das höchste aller Gefühle wäre ein Finalplatz in irgend einer Disziplin.

Wer etwas auf sich hält, unterstützt die Protestierenden gegen den CO2-Ausstoss. In Doha spielt dieser Faktor offensichtlich keine Rolle. Dort geIten andere Gesetze. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Herabkühlen des Stadions auf 28, bzw. 24 Grad für die Athleten CO2-neutral erfolgt. Draussen herrschen immerhin Temperaturen um die 45 Grad. Aber eben: wenn 2 das Gleiche tun, ist es nicht das Selbe.




Unseren beiden "Adler"-Fussballern mit kosovarischen Wurzeln geht es zur Zeit nicht besonders gut in England: Xerdan Shaqiri kommt bei Liverpool nach wie vor nicht zum Zug. Dies wird auch so bleiben. Ein Clubwechsel wäre wohl die einzige Lösung. Liverpool ist für den kleinen Shaqiri schlicht eine Nummer zu gross.

Nich viel besser ergeht es Granit Xhaka bei Arsenal: in der letzten Partie wurde er vom Trainer nach 75 Minuten vom Feld genommen und viele Fans klatschten Beifall - für den Trainer. Sein Captain-Amt steht zur Diskussion. Fürs Erste darf der Mittelfeld-Stratege die Armbinde noch tragen. Wie lange noch?

Auch den anderen Profis, die im Ausland ihr Geld verdienen, ergeht es mehr schlecht als recht. Viele kommen nur zu Teileinsätzen, "glänzen" durch schwere Fehler oder hüten die Ersatzbank. Wie soll da eine starke Nationalmannschaft geformt werden? Wissen Sie es?

Was der FC Zürich gegen den FC Basel geboten hat, war sehr, sehr bescheiden. Der Reporter hat die Leistung gar als "desolat" bezeichnet. Und der Trainer wird wohl bald nicht mehr der gleiche sein.
Indes: auch ein neuer Trainer kann mit diesem bescheidenen Kader nicht viel anfangen. Ich habe keinen einzige Spieler gesehen, den ich mir in "meiner" Mannschaft gewünschte hätte....



15. September 2019

Slowenien steigt zur grossen Radsportnation auf. Nicht nur stellen sie den Sieger der "Vuelta", der Spanienrundfahrt; auch der dritte Platz geht an ein 20-jähriges Talent aus dem gleichen Land. Und wo bleiben die Schweizer? In den "epo-chalen" 90-er Jahren gab es einmal einen Dreifach-Sieg durch die Herren Zülle, Dufaux und Rominger (1996). Ja, das waren noch Zeiten....... Vom Epo rede ich nicht.


Slowenen dominieren die Spanien-Rundfahrt ("Vuelta")


Keine Worte mehr zum Theater um unsere Nati. Es wurde genug geschrieben.

Wollen Sie mit mir eine Wette abschliessen? Ich wette, dass der Trainer des FC St. Gallen einer der nächsten ist, der aus der Super-League verabschiedet wird. Dass der Kader des FC St. Gallen mit Spitzenspielern eher nicht gesegnet ist, wissen wir alle. Dennoch: sich vom unterklassigen Winterthur aus dem Cup werfen zu lassen, ist dicke Post. Zu dicke für den Trainer?? Wir werden sehen. Auch die Spielleiter des FC Lugano und des FC Luzern sitzen nicht mehr so sicher im Schleudersitz.

Lucien Favre, der Schweizer Trainer von Borussia Dortmund - auch er war in die Kritik geraten nach der Niederlage gegen den Aufsteiger Union Berlin - kann im Moment nach dem klaren Sieg gegen Leverkusen zunächst aufatmen. Zunächst. Er sitzt aber nicht mehr so sicher im Sattel wie auch schon. Was glauben Sie? Übersteht er die ganze Saison?? Auch wenn sie gestern in einem guten Spiel einen Punkt abgegeben haben, bleiben für mich die Bayern aus München die Favoriten für die Meisterschaft.

7. September 2019

Wissen Sie vielleicht, warum der Fussballer Shakiri - im Moment? - nicht mehr für die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft auflaufen will? Gerüchte machen die Runde. Meiner Ansicht nach - Beweise habe ich dafür keine - spielt das stark getrübte Verhältnis Petkovic-Shaqiri die Hauptrolle. Dass unser Noch-Trainer, dessen anfänglich gute Statistik immer mehr Schaden erleidet, im Umgang mit nicht ganz einfachen Spielern gravierende Mängel an den Tag legt, ist so neu nicht. Dazu kommt, dass die frische Führung des Schweizerischen Fussballverbandes mit einem wohl überforderten Präsidenten Tami gute Miene (oder überhaupt keine) zum bösen Spiel macht. Und die Umstände um die Nicht-Mehr-Berücksichtigung von Lichtsteiner, werfen zusätzlich ein schlechtes Licht auf den meiner Ansicht nach menschlich unbrauchbaren Trainer. Wie lange dieser noch an der Seitenlinie steht, weiss ich nicht. Ich vermute einmal, nicht mehr lange.



Die aktuelle Nationalmannschaft stellt im besten Falle europäisches Mittelmass dar. Wohlwollend beurteilt. Das erstaunt jene nicht, welche den Wirkungskreis unserer Spieler im Ausland etwas verfolgen. Keiner unserer Spitzenfussballer spielt in seinem ausländischen Club eine entscheidende Rolle. Mehrere sitzen sogar fast nur auf der Bank. Als Beispiel mag der unglücklich agierende Kevin Mbabu dienen, der bei seinem neuen Club Wolfsburg noch keine Minute gespielt hat. Und, dass Shaqiri bei seinem Verein Liverpool erst 5 Minuten mitmachen durfte, ist den Beobachtern bekannt. Gross angekündigte Talente wie Embolo und Akanji stagnieren oder werden immer schwächer. Vor allem die miserable Leistung von Embolo muss zu denken geben. Denn, wie dieser fast alle Bälle, die ihm zusgespielt wurden, verstolperte, war alles andere als eine Augenweide. Man könnte noch mehrere der Teammitglieder mit böser Kritik belegen. Ich lasse es dabei und erwähne nur Fabian Schär, der wohl als einziger eine international bemerkenswerte Performance aufs Feld gebracht hatte.

Bald wird sich zeigen, wie unsere Elf mit dem Zwerg Gibraltar umgeht. Ich wäre überrascht, würden die gehätschelten Sportler eine halbwegs gute Leistung zeigen.


31. August 2019

In früheren Jahren war ich sicher ein Dutzend Mal am Leichtathletik-Meeting Zürich (Weltklasse Zürich) zu Gast. Heute verfolge ich die Wettkämpfe am Bildschirm. Zwar gab es auch in diesem Jahr die eine oder andere Höchstleistung. Ich erwähne die 400 m Hürden der Männer, den Weitsprung der Männer und die 200 m der Frauen. Hier erzielten die Ersten grossartige Werte.

Dass die Athletinnen und Athleten aus der Schweiz einmal mehr nichts zu bestellen hatten, war zu befürchten. Trainingsweltmeister geniessen wenig Sympathien, wenn sie dann im Wettkampf versagen. Ich frage mich, was ein Athlet, ehemaliger Europameister über 400 m Hürden, an der WM in Doha im Oktober 19 zu suchen hat, wenn er auf den Sieger über 3 Sekunden verliert. Das sind Welten. Und wenn ein zu Unrecht hochgelobter Schweizr Langstreckenläufer abgeschlagen als Letzter ins Ziel trottet, fragt sich manch einer, ob die Einstellung dieses Vollprofi-Läufers stimmt. Mujinga Kambundji war die einzige Athletin, die einigermassen befriedigen konnte. Der Rest ist Schweigen.

Der Zeitpunkt für das Meeting war - im Gegensatz zu den Aussagen des Co-Präsidenten vor dem Meeting - äusserst ungünstig. Warum? Weil sich die Sportler in diesem Jahr voll und ganz auf die WM im Herbst konzentrieren. Sie wollen nicht jetzt in Hochform sein, sondern in ein paar Wochen. Zudem wird an solchen Wettkämpfen mit verdeckten Karten gespielt. Keine und keiner will seinen Trumpf vorzeitig ausspielen.  




26. August 2019

Unser grosser Trumpf am Eidgenössichen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) hat nicht ganz gestochen: Samuel Giger erwischte den vielleicht schlechtesten Tag in seiner bisher so erfolgreichen Karriere. Zwei Jahre lang hatte er keinen einzigen Gang verloren. Und nun am ersten Tag der eidgenössischen Ausmarchung wurde er gleich 2 x auf den Rücken gelegt; von Gegnern notabene, die er normalerweise nicht zu fürchten hat. Natürlich suchen alle, die sich mit dem Schwingsport befassen, nach einer Erklärung. Einfach wird die Suche nach den Gründen nicht sein. Ich enthalte mich einer Einschätzung, möchte aber zu Bedenken geben, dass er vielleicht am hohen Druck, der bleischwer auf ihm lastete, gescheitert ist. Pirmin Reichmuth, für mich der Hauptfavorit, musste auch ein wenig unten durch, auch wenn er nur gegen den nachmaligen Sieger im Anschwingen verloren hatte. Er selber hat von sich gesagt, dass er wohl am Druck, den er selber aufgebaut hatte, gescheitert sei. Am zweiten Wettkampftag hat er denn auch gezeigt, wozu er fähig gewesen wäre.



Im Übrigen war für mich Joël Wicki aus Sörenberg der stärkste Schwinger, auch wenn er im Schlussgang klein beigeben musste. Es war eine Augenweise zuzusehen, wie er seine Gegner innert kürzester Zeit reihenweise ins Sägemehl gebettet hat. Grossartig! Und dabei ist er nur 182 cm gross...

Vor dem grossen Fest wurden überall 4 Hauptfavoriten aufgeführt: Samuel Giger, Armon Orlik, Primin Reichmuth und Joël Wicki. Dem nachmaligen Sieger wurden höchstens Aussenseiterchancen eingeräumt. Erstens kommt es anders.....Alle haben sie sich vorne eingereiht. Dazwischen gemischt hat sich überraschenderweise der Nidwaldner Marcel Mathis. Armon Orlik hat seine grossen Chancen auf den Schlussgang beim Gestellten gegen Schurtenberger Sven vergeben, der sich bei seinem unsympathischen Sieg über Daniel Bösch in der Ostschweiz keine neuen Freunde geschaffen hat.

Übrigens: haben Sie gewusst, dass einmal ein Thurgauer Schwinger zum Schlussgang antreten durfte? Richtig: Otto Brändli aus Bommen. Er verlor den Schlussgang 1958 leider gegen den damals fast unbesiegbaren Max Widmer aus Oftringen.

7. August 2019

Endlich wieder internationaler Fussball, wird der Eine oder Andere aufatmend bemerken. Ich gehöre auch zu jenen, die vor allem internationale Begegnungen schätzen. Vom Schweizer Fussball bin ich nicht so angetan, was die Leser in der Zwischenzeit feststellen mussten. Das Spiel um den sogenannten Supercup zwischen Bayern München und Borussia Dortmund war vor allem spannend. Von der Qualität her hat man schon bessere Spiele gesehen. Auch wenn die Münchner mehr Ballbesitz hatten - ca. 65% - wurden sie von den konterstarken Borussen mit den Schweizern Hitz (Torhüter) und Akanji geschlagen. So weit so gut. Eine Szene in der 2. Halbzeit wird den meisten wohl am längsten in Erinnerung bleiben: der gemeingefährliche Tritt des frustrierten Münchners Joshua Kimmich gegen den Borussen Jadon Sancho, dem jungen Engländer, der für Dortmund das zweite Tor geschossen hatte. Ein Glück, dass die Schuhstollen den Sprunggelenksbereich nicht schwerer verletzt haben. Was am meisten zu reden gab: die sehr dümmliche Äusserung des jungen Spielers aus München, er hätte dieses dunkelrote Foul nicht mit Absicht begangen! Dabei konnte jeder Zuschauer mitverfolgen, wie der Münchner Verteidiger bei einem Spielunterbruch auf dem ausserhalb des Spielfeldes auf dem Boden liegenden Stürmer losgegangen ist.... Die Äusserung des foulenden Spielers ist eine Beleidigung für alle Zuschauer, welche diese brutale Szene miterleben mussten. Ganz offensichtlich hält sich die Intelligenz dieses Spielers in engen Grenzen und sein Charakter ist mit Sicherheit nicht so edel wie sein fussballerisches Können. Dummheit vor Charakter - keine Seltenheit, nicht nur im Fussball.




Im Übrigen wurde der Videoschiedsrichter (VAR), welcher die Szene analysiert hatte, von den Fachleuten nicht zum ersten Mal hart kritisiert. Alle Kenner und Könner waren sich einig: ein Foul aus der untersten Schublade, das zwingend mit Rot hätte bestraft werden müssen..... War der Verantwortliche hinter dem Studio-Bildschirm vielleicht ein Münchner Fan?



1. August 2019

Nach dem Brünig-Schwinget, an welchem die Ostschweizer traditionellerweise nicht teilnehmen, bleibt der Kreis der Favoriten auf den Königstitel gleich. Pirmin Reichmuth hat den Bernern den Meister gezeigt. Dass er im Schlussgang in Anbetracht seines Vorsprunges gegen Joël Wicki nicht mehr alles riskierte, ist nur zu verständlich. Mit Ausnahme von Matthias Aeschbacher mussten die Berner schwer unten durch... Eine Formbaisse? Taktik vor dem grossen Spektakel? Wer weiss das schon? Zug wird die Antwort geben. Auf alle Fälle haben die Innerschweizer den Rückstand auf die Berner wettgemacht. Sie haben sie sogar überholt, wenn man nur den Brünig berücktsichtigt.



Pirmin Reichmuth nach einem gewonnenen Gang

Und unsere Ostschweizer? Nicht nur ich bin gespannt, was sie auf der Schwägalp zu bieten haben. Der Sieger wird ohne Zweifel zu den grossen Favoriten in Zug gehören...

Die Schweizer Spitzenathleten kämpfen nach wie vor um ihre Form. Bisher haben sich die vielen Trainerwechsel nicht gelohnt. Eine Besserung zeichnet sich nicht ab. Ob die hochgesteckten Ziele
ausgerechnet an den Weltmeisterschaften vom 27.9. - 6.10.19 in Doha (Katar) erreicht werden, bleibe dahingestellt.

Dafür bereitet uns der Nachwuchs grosse Freude: mehrere junge Athletinnen und Athleten haben an den Europameisterschaften Medaillen erkämpft. Bleibt zu hoffen, dass die grossen Talente im Verlaufe der nächsten Jahre nicht in der Versenkung verschwinden.



Delia Sclabas mit Silber über 800 m - und unzufrieden

22. Juli 2019

Erst kürzlich habe ich mich mit einem Freund unterhalten, der sich in der Schwingerszene bestens auskennt und bei jedem "Eidgenössischen" dank Beziehungen dabei sein darf.
Auf meine Frage, wer denn sein Favorit sei, antwortete er ohne Zögern: Armon Orlik. Sicher kein wahnsinnig origineller oder geheimer Tip. Ich hakte nach und wollte wissen, warum er nicht auf "unseren" Samuel Giger setze. Seine Antwort war einfach und klar zugleich: Orlik sei der bessere Schwinger. Punkt. Warum? Der Mann aus Ottoberg lebe zu sehr vom "Kurz". Und wenn dieser Zug nicht gelänge, stünden die Chancen für den 21-jährigen Athleten aus dem Thurgau nicht besonders gut. Wo der Experte recht hat, hat er recht. Nur: da gibt es natürlich nicht nur diesen bekannten Schwung. Und je nachdem, wie der Wettkampf verläuft, wird die Taktik umgestellt. Ich selber wäre nicht überrascht, wenn einer der starken Berner den Sieg davon trüge. Ich gehe davon aus, dass alle Kollegen des Berner Verbandes sofort defensiv schwingen würden, falls einer der ihren das Klassement anführen würde. Hauptaufgabe: gegen die gefährlichen Gegner aus der Ost- und Innerschweiz einen gestellten Gang anstreben, um den Konkurrenten aus der Entscheidung zu drängen. Nur: auch die anderen Verbände kennen diese taktische Massnahme. Und wenn zum Schluss alle gegen die Berner schwingen, sieht es wieder ganz anders aus.

Mein Tip: vielleicht setze ich nicht mehr so sehr auf Pirmin Reichmuth, wie ich dies schon getan hatte. Ich halte Joël Wicki für einen "verdächtigen" Kandidaten. Der OLMA-Direktor und CVP-Nationalrat, den ich aus seiner Bischofszeller Jugend kenne, möge mir diese Bewertung verzeihen. Er ist ein absoluter Fan von Sämi Giger...

Im Übrigen halten nicht wenige Schwingerfreunde viel von Samuel Giger und seinem integren Charakter. Wie ich aus sehr zuverlässiger Quelle weiss, hat er einen hochdotierten Sponsoring-Vertrag mit einer Käsefirma abgelehnt..... Was sagt man dazu? Am besten gar nichts.

8. Juli 2019

Je näher das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest von Ende August 19 rückt, desto umfangreicher gestaltet sich das Feld der Favoriten. Aus einem allseits bekannten Trio, ist nun zumindest ein Quintett geworden. Die Ihnen bekannten Grössen: Orlik, Giger, Wicki, Reichmuth und Alpiger werden sicher eine entscheidenden Rolle spielen. Dazu kommt der einer oder andere Berner und vielleicht ein Schwinger, den man nicht auf der Favoritenliste führt. Müsste ich heute einen eindeutigen Favoriten nennen, käme ich ihns Straucheln... Wohl hat Armon Orlik heuer noch keinen Gang verloren; er weist aber einige Gestellte auf. Bei unserem Sämi Giger weiss ich nicht so recht, wo er steht. Die lange Wettkamfpause war eher nicht förderlich. Joël Wicki ist imstande, jeden Gegner ins Sägememehl zu betten. Wenn er "seinen Tag" hat, wird er wohl den Titel holen. Pirmin Reichmuth ist im späten Frühling wie Phoenix aus der Asche aufgestiegen und hat die Gegner reihenweise und in überlegener Manier besiegt. Bei den letzten beiden Verbandsfesten konnte er indes nicht mehr so brillieren. Nick Alpiger war bisher wohl nur jenen bekannt, welche sich mit dem Schwingsport befassen. Sein überzeugender Sieg am Innerschweizerischen gestern lässt seine Gegner ins Grübeln kommen. Und da wären noch die Berner, welche die stärkste Armada stellen, was ev. eine entscheidende Rolle spielen könnte.





Leichtahtletik

Mujinga Kambundji bekommt nun im eigenen Land Konkurrenz: Salomé Kora aus St. Gallen kommt dem Aushängeschild der Schweizer Sprinterinnen immer näher. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Bernerin an der Spitze der Sprinterinnen durch die St. Gallerin abgelöst wird? Nicht ganz unerheblich: Mujinga hat in weniger als 2 Jahren 4 Mal den Trainer gewechselt... Wenn das nur gut geht.

Den Trainer gewechselt haben im übrigen auch Selina Büchel und Kariem Hussein - mit überschaubarem Erfolg bisher.




16. Juni 2019

Handball

Trotz einer 32 : 31- Niederlage gegen Serbien in Novi Sad, fahren die Schweizer Handballer 2020 an die Europa-Meisterschaft, die in 3 Ländern ausgetragen wird. Das Spiel stand mehrmals auf Messers Schneide und als die Eidgenossen einmal mit 5 Toren in Rückstand lagen, kam manch ein Fan ins Zittern. Denn, eine Niederlage mit mehr als 5 Toren hätte das Aus bedeutet. Die erstarkten Schweizer, welche wegen einer Verletzung auf den besten Verteidiger, Röthisberger, verzichten mussten, zeigten eine bravouröse Leistung und liessen sich von den 5000 fanatischen Zuschauern in Novi Sad nicht aus der Ruhe bringen. Für unseren besten Handballer aller Zeiten, Andy Schmid, hatte der serbische Coach eine Manndeckung angeordnet. So erscheinen die 6 Tore, die unser Superstar erzielen konnte, auf den ersten Blick etwas bescheiden. Am 12.6.19 hatte unser Topskorer gegen die sehr starken Kroaten bei der heimischen 28 : 33 - Niederlage nicht weniger als 15 Tore geschossen......




Mit dem Schweizer Handball geht es aufwärts, seit Trainer Michael Suter das Zepter führt. Und, dass mittlerweile 7 Spieler im Ausland als Profis ihr Geld verdienen - einen Bruchteil eines Fussballers -,
zeigt sehr schön die Entwicklung, die ruhig weiter gehen darf. Ein grosses Lob, ein herzliches Bravo an die Spitzensportler, welche vielen "Tshüttelern" in Sachen Bescheidenheit und Demut als Beispiel dienen könnten.




16. Juni 2019

Unser Hinterthurgauer, Stefan Küng, hat das Startzeitfahren an der Tour de Suisse (TdS) gegen den amtierenden Weltmeister in dieser Disziplin, verloren. Gross die Enttäuschung beim Rennfahrer, gross bei den optimistischen Fans, weniger gross bei den Radsportfreunden, die nicht dazu neigen, eigene Fahrer zu überschätzen. Die Rundfahrt hat eben erst begonnen und damit ist noch nicht aller Tage Abend. Über den sportlichen Wert der TdS gehen die Meinungen auseinander. Warum? Einige Fahrer haben den strengen Giro d'Italia noch in den Beinen und haben den Leistungszenith überschritten; andere bereiten sich für die Tour de France vor und halten sich mit ihren Leistungen bewusst zurück; eine dritte Gruppe schliesslich setzt voll auf die Schweizer Rundfahrt. Zu dieser Gruppe gehören fast alle Schweizer, denen ein Sieg an der TdS von grösster Bedeutung ist.


Stefan Küng in seinem Element...


15. Juni 2019

Um den FC Bischofszell steht es leider nicht gut, was den Ligaerhalt betrifft. Mitentscheidend für den wohl nicht mehr zu vermeidenden Abstieg war die Niederlage gegen den FC Wängi, dessen Gründungstage ich vor mehr als 50 Jahren miterlebt habe. Natürlich verfolge ich die Ergebnisse dieser beiden Clubs; umso mehr, als das Restaurant meines Bruders, mein Elternhaus, weiterhin als Clublokal des FC Wängi waltet. Zudem lade ich jeden Leser ein, einmal die Mannschaftsaufstellung der Hinterthurgauer zu studieren: da finden sich fast ausschliesslich einheimische Spieler mit uns vertrauten Namen. Ob dies gut oder schlecht ist, mag der Leser entscheiden. Und auch zu den Gründen dieses Phänomens kann ich mich nicht äussern.









11. Juni 2019

News....

In Sachen Sportnews ist der "Blick" nicht zu toppen. Sportliche und parasportliche News erfährt die Zeitung offensichtlich immer als Erste, auch wenn der Wahrheitsgehalt ab und zu etwas zu wünschen übrig lässt. Immerhin: der "Abgang" oder der "Abschuss" des Trainers Marcel Koller beim FC Basel erstaunt Insider nur wenig, pfiffen die Spatzen dieses mögliche Szenario längst von den Dächern, nicht nur in Basel. Soll man nun mit dem FC oder dem Trainer Erbarmen haben. Weder noch. Denn, ich hätte eine Lösung bereit: Herr Petkovic wäre doch die ideale Lösung für einen Club, dessen Entscheide von den Fans und Beobachtern häufig nicht verstanden werden. Ein Umfeld, in welches unser Noch-Nati-Trainer wunderbar passen würde.....




Schwingen

Mit fortlaufender Saison wird es fast schwieriger, einen eindeutigen Favoriten für das Eidgenössische Schwingfest von Ende August 2019 in Zug zu benennen. Jeder Teilverband darf sich über einen oder mehrere Titelanwärter freuen. Aus der Ostschweiz sind es die beiden "Bösen" Armon Orlik und unser Sämi Giger, sofern er denn bald wieder einsatzbereit ist. Die Zeit eilt; denn, nicht nur in Schwingerkreisen gilt die Regel, dass der Wettkampf das beste Training sei. Und, wer im Verlaufe der Saison nur wenige Kämpfe gegen stärkste Gegner ausgetragen hat, wird eher keine Chance auf den ersten Platz haben. Dass die Innerschweizer mit Joel Wicki und Pirmin Reichmuth zwei ganz heisse Eisen im Feuer haben, ist nicht nur mir bekannt. Die Zentralschweizer kennt man ein bisschen weniger, auch wenn ein Nick Alpiger sicher zu beachten sein wird. Und die Berner? Sie treten mit einer starken Armada an, welche die breite Spitze als grösste Waffe einsetzen kann. Die Herren Stucki, Wenger, Kämpf u.a.m. werden sich - je nach Tabellenstand - in den Dienst des führenden Kollegen stellen. Eher weniger zu erwarten ist von den Süd- und Westschweizern. Da wären dann noch ungenannte Schwinger, welche man eher nicht auf der Rechnung hat, die aber von einer hervorragenden Tagesform profitieren könnten.



Reichmuth Pirmin - Müllestein Mike; Stoosschwinget vom 10.6.19


10. Juni 2019

Die Freude nach dem grossartigen Sieg gegen Belgien hatte nicht lange gedauert. Die Schweizer Fussballer sind von der Realität eingeholt worden: nach einem ordentlichen Spiel gegen Portugal haben sie gegen die Engländer eine sehr, sehr magere Leistung vollbracht. Und unser Akanji musste einsehen, dass ihn Fussballer vom Format eines Ronaldo schwindelig spielen. Der Weg zur absoluten Spitze im internationalen Fussball ist für den Verteidiger von Borussia Dortmund noch weit. Gleiches gilt wohl für Shaqiri, der gegen England eines seiner schlechtesten Spiele im roten Dress (nicht jenem von Liverpool) abgeliefert hat. Kein Wunder, dass er ausgewechselt wurde; kein Wunder, dass ihn Jürgen Klopp im Club in der Rolle eines Ergänzungsspielers sieht. Und was ich von unserem Trainer halte, ist all jenen bekannt, die mit mir über Fussball diskutieren: für mich ist und bleibt er ein Trainer, dem in entscheidenden Momenten unverzeihliche Fehler unterlaufen. Ein Beispiel: der Trainer hat Drmic gegen England als Elfmeterschützen nominiert, obwohl ihm während des Spiels kein vernünftiger Pass, kein vielversprechendes Dribbling gelungen war. Ich hätte mit jedem gewettet, dass er den Penalty verschiesst...
Und unser Superstar Seferovic aus Sursee? Ausser gegen Belgien hat er noch in keinem internationalen Spiel - weder im Club, noch in der Nati - entscheidende Tore geschossen. Und wenn er von sich behauptet, er sei schon ein halber Portugiese, mag dies für ihn stimmen. Auch als ganzer Portugiese fände er im Team der Lusitaner keinen Platz.



Es wäre wohl fehl am Platz, sich über den 4. Rang am "nations" - Turnier in Portugal zu ärgern.  Andere grosse Fussballnationen wie Frankreich, Spanien oder Deutschland haben sich nicht einmal für das Finale qualifiziert.

26. Mai 2019

Nur wenige Zehntelssekunden haben der tapferen Schweizer Eishockey-NM gefehlt - und sie hätte um die Medaillen gespielt. Schade! Das Quentchen Glück hat in diesem Jahr gefehlt. Vermutlich haben die Sportler bei der letzten WM das Glück aufgebraucht. So oder so: die Mannschaft hat tolle Leistungen abgeliefert und darf trotz des Ausscheidens stolz auf ihre Auftritte sein.

Skeptiker wenden ein - so zumindest war es in der einen Sonntags-Zeitung zu lesen -, Kanada hätte nicht einmal eine C-Mannschaft ans Turnier geschickt. Gegen die besten kanadischen Spieler aus der NHL hätte keine andere Mannschaft auch nur eine kleine Chance. Vielleicht stimmt das, vielleicht auch nicht. Immerhin hat der russische Verband Eishockeyaner an diese WM geschickt, welche auch in der nordamerikanischen Liga zu den Besten gehören...Die Spornaja, die russische Mannschaft, war alles andere als ein Grümpelturnier-Team. Wer intensiv sucht, findet in jeder Suppe etwas Störendes. Und wenn sich die Kanadier zu fein sind, um das stärkstmögliche Team zu schicken, sind daran nicht anderen Mannschaften schuld. "Les absents ont toujours tort".

Die heutige Nati ist vielleicht die beste, die wir je hatten. Freuen wir uns darüber. Dass die Zukunft nicht allzu rosig gesehen werden sollte, ergibt sich aus den bescheidenen Resultaten der U-17- und U-18 - Auswahlen, die an der WM eher unten durch mussten und den Abstieg knapp vermeiden konnten. Nicht unbekannt indes ist, dass die Schweizer Profis häufig erst etwas später als die Konkurrenten aus dem Ausland zu ihrer Höchstform finden, weil viele von ihnen zusätzlich zum Sport eine Berufslehre absovieren. Nicht die schlechteste Idee. Immerhin: die Zeiten, als die Schweizer Nati gegen die Kanadier 23 : 0 verlor (WM in Prag 59) sind wohl endgültig vorbei.


21. Mai 2019

Die Schweiz gehört zu den besten 8 Nationen im Eishockey - nicht mehr und nicht weniger. An guten Tagen kann sie fast jeden Gegner schlagen; läuft es nicht ganz rund (oder ist das Eis zu stumpf..), sind uns mindestens 5 bis 6 Nationen überlegen. Das schleckt keine Geiss weg. Ich bin mir sicher, dass viele Fans der Nati zu optimistisch waren und mit einer Medaille gerechnet hatten. Heuer wird dies eher nicht geschehen. Nicht etwa, weil unsere Eisgenossen schwächer geworden wären; es liegt an den Gegnern, die in Schnelligkeit und Technik noch einmal zugelegt haben. Und wenn man bedenkt, dass fast 100 (einhundert!!) schwedische Spieler in der NHL, der stärksten Liga der Welt beschäftigt sind, versteht man die kleinen und feinen Unterschiede. Von den Russen verdienen etwa 40 Eishockeyaner ihr Geld in Nordamerika; der Rest in der starken russischen KHL. Und die Finnen und die Tschechen schicken auch um die 40 Sportler nach Amerika, ganz zu schweigen von den Kanadiern und den Amerikanern. So gesehen, schlägt sich die Schweiz mit ihrem Dutzend Spielern in der National Hockey League hervorragend.
Im Übrigen habe ich vor dem Spiel gegen die Tschechen mit einer Handvoll Kumpels bei einem Kaffee über das bevorstehende Spiel gefachsimpelt (kann man dies überhaupt so schreiben??) und dabei als einziger eine Niederlage der Schweiz prognostiziert: mein Tipp war 3:5 für die Tschechei.



20. Mai 2019

Noch ist die Schwingsaison jung. Noch müssen wir uns Schwingerfreunde bis zum Höhepunkt des Jahres, dem Eidgenössischen Schwingfest in Zug, drei Monate gedulden. Hätte man zu Beginn des Jahres nach einem Favoriten für den Festsieg gefragt, wären die Namen Orlik (beide Brüder), Giger, Bieri, Wenger oder einem anderen Berner, gefallen. Wer hätte vor Wochen an den neuen Stern am Schweizer Schwingerhimmel, Pirmin Reichmuth aus Cham, gedacht. Wohl nur wenige. In der Zwischenzeit hat sich der Hüne (nicht aus Hünenberg) mit seiner Grösse (198), seinem Gewicht (118), seiner Kraft, seiner Technik und vor allem seinen zwei Kantonalen Festsiegen zum Kronfavoriten für das Eidgenössische in seiner Heimat empor gearbeitet. Falls er sich nicht verletzt, ist er für mich der klare Hauptfavorit für den Titel eines Schwingerkönigs 2019. Wie gesagt: die Saison ist noch jung. Und der eine oder andere Anwärter auf den Titel hat die Saison nur auf das Eidgenössische ausgerichtet. Dennoch: wie der Zuger seine Gegner - mehrheitlich "Eidgenossen" - aufs Kreuz gelegt hat, zeugt schon von ausssergewöhnlicher Klasse.




Pirmin Reichmuth


10. Mai 2019

Sowohl in der Champions- wie in der Europa-League stehen sich im Final englische Mannschaften gegenüber. Und in beiden Wettbewerben gibt es unglückliche und unverdiente Verlierer: Ajax Amsterdam und Eintracht Frankfurt.



Wie ich schon vor längerer Zeit geschrieben hatte, wird auf der Insel im Moment und seit vielen Monaten der beste Clubfussball gespielt. Spanien, Deutschland und Italien müssen sich mit Brosamen begnügen. Von den anderen Ländern reden wir gar nicht. Die Schweiz zB. muss befürchten, dass sie aus den besten 20 Ländern - im Clubfussball - herausfällt. In Anbetracht der bescheidenen Kost, welche unsere Clubs der "Super league" (für einmal ist nomen nicht omen) bieten, keine Überraschung. Der Grund für diese Entwicklung ist klar: in keinem Land der Welt wird so viel Geld in den Fussball investiert, wie in England. Geld regiert die Welt: dies trifft auch auf den internationalen Fussball zu. Schade - aber wahr. Eigentlich bin ich nicht unglücklich, dass der heimische Fussball für die Scheichs und Ölmagnaten aus aller Welt kein lohnendes Ziel darstellt. Denn, wenn sie beim englichschen Club Chelsea als Beispiel, einen einheimischen "Tschütteler" suchen, werden sie keinen Erfolg haben... Und bei den Fankfurtern aus Deutschland spielt zumindest eine Handvoll Ballkünstler aus dem ehemaligen Jugoslawien. Der Beispiele gäbe es noch viele.

8. Mai 2019

Wenn Sie Barcelona-Fan sind, tragen Sie heute Trauerkleidung (gibt es diese noch?); wenn Sie die Reds aus Liverpool bevorzugen, zeigen Sie sich heute in Festkleidung (wie sieht diese denn aus?). So oder so: wir Fussballbegeisterten haben letzte Nacht wiedermal ein kleines Wunder erlebt. Zieht man beide Partien in Erwägung, hätte keine Mannschaft als Verliererin vom Platz schleichen müssen. Beide Teams waren enorm stark und fussballerisch auf der Höhe. Unser Shaqiri konnte da nicht so recht mithalten. Hatten die Spanier im Heimspiel mehr Glück, so waren es in Liverpool die Einheimischen. Schade um den Verlierer. Meiner bescheidenen Ansicht nach sind beide Teams stärker als Ajax und Tottenham, welche heute den Finalgegner unter sich ausmachen. Und wenn Liverpool im Final gleich stark spielt, muss der Trainer Jürgen Klopp nächste Saison nicht in der Schweiz arbeiten. Angeblich hatte er bei seinem Amtsantritt vor 4 Jahren bekräftigt, er würde in die Schweiz wechseln, falls er innerhalb von 4 Jahren keinen Titel mit den Reds gewänne. Das Champions-Endspiel ist vermutlich die letzte Chance in diesen 4 Jahren für einen Titelgewinn. Denn in der englischen Meisterschaft wird dem Team unter dem deutschen Trainer mindestens ein Pünktlein fehlen...In der Schweiz wäre so nebenbei die Trainerstelle in Sion neu zu besetzen - zum ziemlich genau fünfzigsten Mal in den letzten etwa 30 Jahren. Auch ein Rekord, der allerdings keinen Titel einbringt.





4. Mai 2019

Quo vadis FC St. Gallen? Schon wieder diese intellektuell gefärbte Sentenz (mit welcher der Schreibende ausdrücken will, dass er sein Latein noch nicht vergessen hat....).- Ich wäre nicht erstaunt, wenn der einzige Ostschweizer Fussballclub in der obersten Liga in der Barrage auf Lausanne träfe, der Mannschaft des in St. Gallen gefeuerten Trainers. Brisanter ginge es wohl kaum. Abwarten. Nicht immer haben die Pessimisten recht. Gut so.



Und was meinen Sie zur Polemik oder zur Strategie um die "Läuferin" Caster Semenya aus Südafrika? Klar: eine echte Frau hat gegen die testosteronüberladene Athletin keine Chance. Deshalb ist es meiner Ansicht nach richtig, wenn man versucht, die bisher chancenlosen Konkurrentinnen zu schützen. Erreicht werden soll die Chancengleichheit (?) mittels testosteronsenkender Medikamente welche der Athletin aus Südafrika zu verabreichen wären. Nur: vermutlich weiss kein Mediziner, wie dies geschehen soll. Wahrscheinlich hoffen alle Beteiligten, dass sich die unglückliche Athletin von sich aus zurückziehen wird.



28. 4. 19

Nike, der grösste Sportartikelhersteller der Welt, hat vor etwa 2 Jahren einen neuen Schuh auf den Markt gebracht: "Nike Vaporfly". Der gültige Marathonweltrekord (2:01:39) wurde von einem schwarzen Läufer erzielt, der mit diesem Schuh lief. Ganz offensichtlich ist mit dieser Wunderwaffe an den Füssen eine bessere Zeit möglich. Viktor Röthlin, ehemaliger Marathon-Europameister, hat eine Strecke von 10 km in 10 Etappen von je 1 Kilometer in exakt 3:30 min. mit verschiedenen Schuhen zurückgelegt. Das Ergebnis: mit dem Nike-Schuh stieg der Puls nur auf maximal 162 an, mit dem konventionellen Schuh auf 171. Das heisst: mit dem Vaporfly an den Füssen wurde das Herz für die gleiche Strecke weniger gefordert; die Leistungsreserve war grösser. Spezialisten gehen davon aus, dass ein trainierter Läufer seine Marathonbestzeit mit dem neuen Schuh um bis zu 4% senken könnte. Wenn wir von einer Bestleistung von 2 h 30 min ausgehen, sind dies immerhin 6 Minuten... Das neueste Nike-Modell heisst denn auch "Nike Vaporfly 4%". Es kostet die Kleinigkeit von etwa 300 Franken und wird wohl bald an den Füssen vieler Hobbyläufer zu bewundern sein. PS: ich werde auch künftig ohne diesen Schuh auskommen...



11. April 2019

Zu dieser Seite braucht es keine Erklärung. Neben aktuellen Ergebnissen erlaube ich mir, hier persönliche Interpretationen und Ansichten aufzuzeigen - zur Freude der Einen, zum Leid der Anderen.

Was denken Sie? Wer wird deutscher Fussballmeister? Bayern München?

Vor vielen Wochen, als Borussia Dortmund noch klarer Leader war und Bayern kränkelte, habe ich mit sportbegeisterten Kameraden gewettet, dass Bayern München wieder Meister würde. Nun sind sie davon nicht mehr so weit entfernt und haben Dortmund überholt. Meiner Meinung nach müssen die Dortmunder - trotz des Schweizer Trainers Lucien Favre - darauf achten, den 2. Platz nicht zu verlieren. In der Rückrunde haben 4 Mannschaften aus der Bundesliga mehr Punkte geholt als die Borussen...






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